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Archiv für die Kategorie ‘Architektur’

Erst Nazis, dann Amis, jetzt Schlümpfe

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1936-38 als Luftgaukommando III nach Plänen des Architekten Fritz Fuß errichtet, 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht als Hauptquartier in Berlin requiriert, seit 2004 bis auf eine Konsularabteilung der Amerikaner leer stehend: Die monumentale, denkmalgeschützte Kasernenanlage der Nazis an der Clayallee/Saargemünder Straße in Berlin-Dahlem wird zur Zeit durch den Berliner Architekten Klaus Meyer-Hartmann zu Luxuswohnungen umgebaut (Quadratmeterpreis: 5.000 Euro). Gläserne Dachgauben und loggiaartige Einschnitte im Walmdach versuchen, aus dem militärischen Trutzbau etwas Lichtes zu machen. Doch kürzlich ist hinter den Kasernenmauern das Grauen gelandet: Genormtes Spielgerät mit knallblauen Plastikmützen im Schlumpf-Look. Es gibt eben nichts, was nicht durch kleine Gedankenlosigkeiten komplett entwertet werden könnte.

Nachtrag 23. 10. 2013: Die blauen Schlumpfhüte sind mittlerweile abgenommen worden.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

28. August 2013 um 18:32

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Heller als tausend Sonnen…

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…war der Atomblitz bei dem atomkritischen Autor Robert Jungk. Hier gehts zum Glück nicht um Atomkraft, sondern um einen strahlenden Schnappschuss von „good ole“ Klara – mit dem Mobiltelefon. Zu sehen ist „Klara“ in der Achse der Oderberger Straße im Prenzlauer Berg zum Zeitpunkt des Sunset. Das englische Wort sei hier gestattet, weil das Publikum der hiesigen Gastronomie sich gern und selbstverständlich fremder Zungen bedient. oderberger_700 Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

21. Juli 2013 um 23:58

ICC Berlin: Raumschiff im Aus

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Das Internationale Congress Centrum (ICC) am Berliner Funkturm ist das wohl bekannteste Raumschiff der Space-Age-Architektur der siebziger Jahre. Als Kongresszentrum bis heute hochgelobt und preisgekrönt, wird es dennoch im nächsten Jahr geschlossen – und zwar für immer. Folge einer konsequent kopflosen Politik.

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Das ICC im Juli 2013. Foto: -tze

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Geschrieben von Benedikt Hotze

16. Juli 2013 um 18:47

Gaslaternen in Berlin – wieder mal ein Missverständnis

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In Berlin gibt es noch 42.500 Straßenleuchten, die mit Gas betrieben werden – immerhin fast 19% des Gesamtbestandes in der Stadt (Stand: November 2012). Das ist eine weltweit einmalig große Zahl – und für Viele ein zu schützendes Kulturgut. Doch der Berliner Senat will diese Gaslaternen weitgehend abschaffen – so heißt es. Dagegen regen sich heftige Proteste. Ein genauerer Blick allerdings zeigt, dass die Pläne des Senats bei weitem nicht so gravierende Folgen für das Stadtbild haben werden, wie die Gaslichtfreunde glauben machen. 

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Aufsatzleuchte Typ BAMAG U 7. Diese Gaslaternen prägen das Straßenbild. Sie sollen erhalten werden – allerdings zukünftig teilweise mit LEDs leuchten

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Geschrieben von Benedikt Hotze

26. Mai 2013 um 21:34

Eine „Bauhaus“-Architektur gibt es nicht

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Immer öfter stößt man auf den Begriff „Bauhaus-Stil“ – oder auch „Bauhaus-Architektur“ – er wird jedenfalls verwendet, wenn Makler, Journalisten oder auch Architekten eine irgendwie kubisch, weiß und schnörkellos wirkende Architektur benennen wollen. Doch auf das historische Bauhaus kann sich eine solche Begrifflichkeit nicht stützen: Es gab nämlich nie einen „Bauhausstil“.

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Das Bauhausgebäude in Dessau von Walter Gropius, 1925/26. Foto 2013

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Geschrieben von Benedikt Hotze

13. Mai 2013 um 19:13

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Nicht ganz überzeugend: „Taut-Erker“ am Jagdschloss Glienicke

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Die Aufregung hat sich gelegt, das Jagdschloss Glienicke im äußersten Berliner Südwesten ist nach einer Brandschadenssanierung inzwischen wieder in Nutzung. Im Zuge der Sanierung ist der von Max Taut 1960-64 gebaute so genannte „Taut-Erker“ erneuert worden – woran  sich konservative Zehlendorfer Bürger gestört hatten, die lieber dessen Entfernung und eine Rekonstruktion der historischen Situation gehabt hätten (siehe unser Bericht von einer Veranstaltung im Rathaus Zehlendorf von 2012). Doch deren Ansinnen wurde nicht berücksichtigt, vielmehr ist die „Zeitschicht Taut“ wieder erstanden. Doch leider überzeugt das Ergebnis nicht vollends.

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Foto: Benedikt Hotze, März 2013

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Geschrieben von Benedikt Hotze

7. April 2013 um 00:35

Adolf Sommerfeld/Andrew Sommerfield: Bauen für Berlin 1910-1970

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Die Geschichte der modernen Architektur wird hier einmal nicht als Architektenbiografie erzählt: Ein spannendes Buch stellt den ungewöhnlichen Bauunternehmer Adolf Sommerfeld (1886-1964) vor. Er war sozial, kunstsinnig und nicht zufällig mit Walter Gropius befreundet.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

3. Februar 2013 um 13:42

Architektur in Essen 1900-1960

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Essen ist das geografische Zentrum des Ruhrgebiets, des immer noch größten deutschen Ballungsraums. Dass es auch eine Hauptstadt der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts ist, zeigt ein liebevoll gemachtes neues Buch.

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Eickhaus Essen, 1915 von Georg Metzendorf. Links: Stadtbildstelle Essen. Rechts: Wolfgang Kleber, 2011. Aus dem besprochenen Band

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Geschrieben von Benedikt Hotze

30. Januar 2013 um 20:14

Wärmedämmwahn: Vorher-Nachher-Bilder aus Hamm

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Obwohl man durch außenliegenden Wärmedämmvollschutz (WDVS) nur maximal 14% an Energie sparen kann, und obwohl das Dämm-Material nach ca. 20-25 Jahren als Sondermüll entsorgt werden muss, grassiert in Deutschland der staatlich geförderte Dämmwahn. Dieser ist inzwischen zur flächendeckenden Bedrohung für das Stadtbild geworden. Anschauliche Bildbeispiele liefert ein Klinker-Wohnblock an der Richard-Wagner-Straße/Ecke Grünstraße in Hamm/Westfalen, der mutmaßlich aus den dreißiger Jahren stammt. Der linke Teil ist bereits durch WDVS optisch banalisiert, der rechte Teil wartet noch auf seine Entstellung. Besonders gelungen: die „Ecklösung“ und der dortige Umgang mit den schmalen, hochrechteckigen Fensterformaten – aus 5 mach einfach 3.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. Oktober 2012 um 23:30

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Wo bleibt Dresden in „Der Turm“?

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Dem Fernseh-Zweiteiler „Der Turm“ (3. und 4. 10. 2012 in der ARD, hier und hier in der Mediathek) ist es tatsächlich gelungen, den episch breit angelegten Roman von Uwe Tellkamp auf einige spannende, Degeto-kompatible Konfliktlinien zu verdichten. Das ist durchaus als Kompliment gemeint (ich bin vor vier Jahren jedenfalls nach gut 200 Seiten Lektüre steckengeblieben, noch ohne dass sich bis dahin allzuviel „Handlung“ herauskristallisiert hatte). Eine große Schwäche der Fernsehverfilmung ist allerdings bisher kaum benannt worden: Der Schauplatz Dresden spielt (fast) nicht mit. Wo der Film versucht, wie „DDR“ auszusehen, versäumt er es, wie „Dresden“ auszusehen.

Screenshot: ARD

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. Oktober 2012 um 19:38

Vereint gegen Taut-Erker: Wutbürger in Zehlendorf

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„Sie müssen aufpassen, dass Sie sich in Berlin nicht komplett zum Buhmann machen!“ Diese Drohung richtete gestern der Berliner CDU-Politiker Uwe Lehmann-Brauns an den Landeskonservator Jörg Haspel. Ort: Bürgersaal des Rathauses Zehlendorf in Berlin. Anlass: Ein umstrittener Glaserker von Max Taut aus dem Jahr 1964 am Jagdschloss Glienicke. Jetzt haben auch die Wutbürger von Zehlendorf ein Thema gefunden, mit dem sie es „denen da oben“ mal so richtig zeigen können. Besonders demokratisch ging es auf deren Versammlung allerdings nicht zu.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

10. August 2012 um 17:28

Adenauer und die Nazi-Architektur – eine Bildbetrachtung

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In der ARD-Historien-Doku „Konrad Adenauer – Stunden der Entscheidung“ (ja, der Titel ist so dräuend dämlich) sind heute gedrehte Filmaufnahmen aus Adenauers Rhöndorfer Villa zu sehen. Ein Foto veranlasst uns zu einer kleinen Bildbetrachtung zur Nazi-Architektur.

Bildschirmfoto: ARD

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. August 2012 um 23:50

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Südwestlich siedeln: Zwei Bücher über Kleinmachnow bei Berlin

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Die Gemeinde Kleinmachnow, im Südwesten direkt an das Berliner Stadtgebiet angrenzend, kam nach 1990 in die Schlagzeilen: Hier gab es die meisten Rückübertragungsansprüche auf Immobilien im gesamten Gebiet der – zu diesem Zeitpunkt bereits „ehemaligen“ – DDR. Grund dafür ist die Lage und die städtebauliche Struktur dieses Vorortes. Zwei neuere, aufeinander aufbauende Bücher erzählen jetzt die Besiedlungs- und Architekturgeschichte von Kleinmachnow – spannend auch für Nicht-Kleinmachnower.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

29. Juli 2012 um 15:49

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Die seltsamen Türme von Super-Cannes

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Das Ortsbild von Cannes an der Côte d’Azur wird bekrönt von zwei seltsamen Türmen, für die sich heute in diesem Festival-, Kongress- und Badeort niemand mehr zu interessieren scheint. Wir sind da mal raufgefahren.

Bergstation des Funiculaire (1928) und der Turm des Observatoire (1953). Fotos: Juli 2012

Zwei seltsame Türme über Cannes

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Geschrieben von Benedikt Hotze

16. Juli 2012 um 22:27

Kp. Witzhave – ein Trip zu modernen Kleinkirchen in Schleswig-Holstein

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Stadtautobahn in Berlin, Höhe Tegel, es geht nach Hamburg. Montag, 16 Uhr, der Verkehr fließt zäh. Normalerweise fahre ich solche Strecken lieber mit der Bahn. Aber am Ziel möchte ich in der Fläche beweglich sein, da hilft dann ein Auto sehr. Das Ziel ist Schleswig-Holstein, und dort sind es Kapellen und Kleinkirchen aus den sechziger Jahren, die ich besuchen will. Seltsames Ziel? Sicher. Ergebnisse? Naja. Am Anfang stand eine im letzten Moment aus politischen Gründen abgesagte Journalistenreise…

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Geschrieben von Benedikt Hotze

28. Mai 2012 um 15:33

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Westmoderne bei der Reichsbahn – das Stellwerk WL in Berlin

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Jahrelang habe ich es im Vorbeifahren für einen Bau der Ostmoderne gehalten. Denn da die Betriebsrechte der Eisenbahn in ganz Berlin bis 1990 der Reichsbahn der DDR oblagen, stammten auch die Nachkriegsbauwerke der Bahn in Westberlin – wie die Empfangsgebäude der Bahnhöfe Gesundbrunnen oder Halensee (beide nach 1990 abgerissen) – üblicherweise von DDR-Architekten. Alle? Nein, das Stellwerk WL am Innsbrucker Platz von 1968-71 stammt tatsächlich von dem bekannten „U-Bahn-Architekten“ des Westberliner Senats, Rainer G. Rümmler (Quelle: Berlin und seine Bauten Teil X Band B (2) Fernverkehr, Berlin 1984). Doch heute ist dieser interessante Sichtbetonbau unbenutzt und vandalismusgeschädigt.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

28. Mai 2012 um 01:09

Hartmut Frank: Gesinnung lässt sich nicht an den Formen ablesen

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Interview mit dem Hamburger Architekturtheoretiker Hartmut Frank

Draußen ein gleißend heller Wintertag, drinnen dunkel vertäfelte Wände und knarzende Dielen. Die Hafencity-Universität Hamburg verabschiedet ihren Architekturtheoretiker Hartmut Frank mit einem akademischen Symposium in der ehrwürdigen Hamburger Warburg-Bibliothek. Titel: „Die Sprachen der Steine“. Es treten auf: Jean-Louis Cohen mit Erinnerungen an eine französische Wohnbautagung in Grenoble 1973. Marco Pogacnik, der atemlos der Frage nachgeht, ob Adolf Loos überhaupt der Urheber des Loos-Hauses in Wien ist. Bruno Reichlin, der den „glühenden Faschisten“ Luigi Moretti vorstellt und dabei nicht weiter von Faschismus, sondern hauptsächlich von Musik und Barock spricht. Wolfgang Voigt, der an den Traditionalisten Paul Schmitthenner erinnert, und schließlich Hartmut Frank himself, der mit angenehmer Selbstdistanz sein akademisches Leben Revue passieren lässt. In der Nachschau fügen sich diese teils bizarren Splitter zu einem Ganzen: Wir haben hier soeben ein internationales Netzwerk von Forschern erlebt, die in den achtziger Jahren eine gemeinsame These aufbrachten. Sie ist inzwischen längst Allgemeingut und lautet etwa so: Es gibt keine faschistische Architektur. Oder allgemeiner: Die Form kann nicht die Gesinnung wiederspiegeln. Hartmut Frank erläutert das im Interview… Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

10. März 2011 um 16:27

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Großziethen: Was ist das denn?

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Ein irrwitzig spitzzackiges Sichtbeton-Element mitten in der Landschaft, etwa zwischen dem südwestlichsten Zipfel von Berlin-Rudow und Großziethen, also in der Nähe des ehemaligen Mauerstreifens rund um Westberlin. Schnell wird klar, dass es sich dabei um ein Eisenbahn-Brückenbauwerk handeln muss; ein ehemaliger Bahndamm in der Nachbarschaft ist unverkennbar. Doch warum ist das Ding so geschmückt wie eine expressionistische Gartentorte? Hinweise nehme ich gern hier entgegen.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

10. Oktober 2010 um 19:49

Ein Sonntag in Kleinmachnow

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„Was machst du gerade?“ fragen mich die Web-2.0-Communities – und erwarten, dass ich ihnen meinen Tagesablauf auf den Server lege. Ich mache das nicht so gerne. Vielmehr teile ich das Unbehagen, das Jens Arne Männig neulich so treffend mit „Social-Media-Müdigkeit“ beschrieben hatte. Und wenn ich meinen lieben Mitmenschen nun doch mitteilen möchte, was ich gerade mache? Dann tu ich das einfach hier. Heute ist von einem sonnigen Sonntagsausflug nach Kleinmachnow und Potsdam zu berichten, und es gibt ein paar Architektur-Bilder.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

19. September 2010 um 20:30

Panoramafreiheit – eine Anmerkung zu Google Street View

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Dieses Haus des polnischen Avantgarde-Architekten Karol Schayer, erbaut 1936, habe ich am 15. August 2009 in Kattowitz fotografiert (siehe dazu die BauNetzWoche#144 „Kattowitz – Das Zentrum der polnischen Moderne“). Als ich mit meinem Fotoapparat unübersehbar vor dem Haus stand, kam eine gut gekleidete Bewohnerin in feindseliger Haltung auf mich zu und beschimpfte mich. Erst als sie in meiner Antwort das Wort „Architektur“ verstand, wurde sie schlagartig freundlich und ließ mich gewähren. Die Bewohnerin hatte also offenbar etwas dagegen, dass irgendein Hergelaufener ihr Haus fotografiert. Erst, als der Fotograf ihr einen plausiblen Grund für sein Tun nennen konnte, war sie beruhigt. Wir vermuten, dass diese Bewohnerin auch ihr Haus bei Google Street View verpixeln lässt – sofern sie in Polen die selben Einspruchs-Möglichkeiten genießt, die Google (gönnerhaft? notgedrungen?) deutschen Hausbewohnern einräumt.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

4. September 2010 um 13:10