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Rot kann weg? Luxus-Investor verhöhnt Bestandsgebäude vor dem Abriss

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Von der viel befahrenen Clayallee gut sichtbar, sind die Einfamilienhäuser am Luchsweg in Berlin-Dahlem rot angesprüht worden. Vandalismus? Mitnichten. Eher ein kackfreches Statement im Sinne von „Weil ich es kann“. Denn ein Immobilien-Heini, der auf seiner Website wirklich kein peinliches Klischee auslässt, errichtet dort „die teuersten Wohnungen Berlins“ (Bild-Zeitung). Die für amerikanische Soldaten gebauten, eher bescheidenen Eigenheime werden dafür abgerissen. Vor dem Abriss werden die Bestandsgebäude durch den Investor noch mal kurz verhöhnt. In den Neunzigern gab es dazu mal einen Auto-Aufkleber: „Eure Armut kotzt mich an“.

Hunde markieren ihr Revier mit ihrem Urin. Der Investor markiert seinen Besitz, mit dem er glaubt, machen zun können, was er will, mit roter Farbe. Die Gemeinwohlverpflichtung des Eigentums im Grundgesetz wird demonstrativ verhöhnt. Möge diese bizarre Optik dafür sorgen, dass sein Investment nach hinten losgeht!

 

Geschrieben von Benedikt Hotze

21. Januar 2024 um 00:00

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