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Ein Tick anders: Ein Fernsehfilm mit Architektur-Affinität

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„Die Ticks kommen, wann sie wollen, und nicht, wenn man sie braucht“ – das sagt die patente 17-jährige Eva (Jasna Fritzi Bauer), Hauptfigur in dem Fernsehfilm „Ein Tick anders“ von 2010. Eva hat das Tourette-Syndrom, oder auch „Koprolalie“: Sie muss zwanghaft üble Schimpfworte ausstoßen. Der Film besticht nicht nur durch seine sympathische Hauptfigur und die erfrischende Story, sondern auch durch seine ungewöhnliche Architektur-Affinität. Ein paar Screenshots als Zitate…

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Hier ist Eva zuhause: Der 30er-Jahre-Bau mit leichtem Kreissegmentbogen über der Tür wird immer wieder gezeigt

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Geschrieben von Benedikt Hotze

8. März 2014 um 23:37

Güterfelde: Wohnungen ins Lustschloss gequetscht

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Ein Nürnberger Projektentwickler hat das Neorenaissance-Schloss Güterfelde, zwischen Berlin und Potsdam gelegen, zu Wohnzwecken umgebaut. Kreative Denkmalpflege oder Absurdität?

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Im so genannten „Lehmbau“ aus den fünfziger Jahren sind neun Reihenhäuser eingebaut worden, die der Investor „Townhouses“ nennt. Im Schloss selbst sind 27 Wohnungen entstanden – einige davon im Wortsinne „unterirdisch“.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

3. März 2014 um 18:18

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Buchrezension: Architektur in Essen 1960–2013

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Der zweite Band des Architekturführers für die Großstadt Essen ist erschienen. Viele kuriose Bauten sind darin enthalten – und eine Kritik an der Flächensanierung der sechziger und siebziger Jahre am Beispiel des Stadtteils Essen-Steele

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Ein lustiges Folly: Regattaturm am Baldeneysee. Hier hat der Rezensent als Kind gerudert (Architekt: Horst Lippert/Hochbauamt Essen, 1962)

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Geschrieben von Benedikt Hotze

1. März 2014 um 16:13

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Buchrezension: Faszination Eisenbahn – Bahnkultur in Brandenburg

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Ein Allerweltstitel wie „Faszination Eisenbahn“ führt zunächst auf die falsche Fährte. Doch dieses Buch ist eben keine Publikation von enthusiastischen Eisenbahnfans („Pufferküssern“), sondern eine offizielle Veröffentlichung des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege. Hier finden sich, systematisch aufbereitet, verdienstvolle Informationen – und einige kleine Ungereimtheiten.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

15. Februar 2014 um 15:07

Rimpl, Eiermann, Schinkelschule: Ein Sonntagsausflug ins Havelland

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Auf dem Weg zu einigen Bauten der Moderne im Havelland findet man am Wegesrand auch noch etwas ganz Anderes: Kirchen der Schinkelschule zum Beispiel. Und eine Goldelse im Wald. Ein Bericht von einem kleinen Sonntagsausflug im Februar 2014.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

9. Februar 2014 um 23:51

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104 Minuten Jam-Session: „Cha Cha 2000“ Live in Tokyo 1996 von La! Neu?

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Eine dreieinhalbstündige Mischung aus Party und Rockkonzert, die in einer 104-minütigen Jam-Session über ein einziges Stück gipfelt: Klaus Dinger und seine Band La! Neu? – ein Nachfolgeprojekt der Krautrock-Gruppen Neu! und  La Düsseldorf – spielten 1996 in Tokio Cha Cha 2000 vom La-Düsseldorf-Album Viva (1978) in einer Länge, die bei Anderen ein abendfüllendes Konzert dauert. Der Mitschnitt davon erschien 1998 in Japan als Doppel-CD. Was für eine Entdeckung!

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Geschrieben von Benedikt Hotze

20. Januar 2014 um 21:28

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Buchrezension: Fast seit 25 Jahren – der Reimer-Architekturführer Berlin

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1989 kam der Architekturführer Berlin aus dem Reimer-Verlag erstmals auf den Markt – damals zunächst noch beschränkt auf das Gebiet von West-Berlin. Inzwischen gibt es dieses Standardwerk für die deutsche Hauptstadt in einer überarbeiteten und erweiterten 7. Auflage.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

15. Januar 2014 um 18:17

Das iPhone als Musikspieler: Zwei Probleme

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Wer das iPhone als Musikspeicher- und Abspiel-Gerät nutzt, stößt früher oder später auf zwei Probleme: Das iPhone ist in manchen Situationen zu leise, und der Speicherplatz ist schneller erschöpft, als einem lieb ist. Was man dagegen machen kann – und was man nicht machen sollte…

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Geschrieben von Benedikt Hotze

14. Oktober 2013 um 20:55

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Resteverwertung: Es ist noch Suppe da!

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Es ist noch ein Rest vom Braten da, oder es ist noch gegartes Fischfilet übrig: Wie man daraus eine nahrhafte gebundene Suppe macht

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Geschrieben von Benedikt Hotze

14. Oktober 2013 um 19:41

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„Mit dem Torso von Groß St. Martin“: Kölner Kirchen 1955/56

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Mein Vater, der Jurist Bruno Hotze aus Essen, hat im Wintersemester 1955/56 für ein halbes Jahr in Köln studiert. In der Freizeit hat der damals 22-Jährige seinen Studienort fotografiert. Einige Bilder davon sind an seinem gestrigen 80. Geburtstag im Familienarchiv wieder zutage getreten – historische Dokumente von bedeutenden Kirchen im Wiederaufbau.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. Oktober 2013 um 18:03

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0.75: Der Super Schoppen Shopper wird Fünf

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Es war ja klar, dass dieser Frau wieder irgendwas Schräges einfallen würde: Cordula Eich hat sich zur fünften Auflage ihres Supermarkt- und Discounter-Weinführers „Super Schoppen Shopper“ als James Bond stilisiert. Der wird bekanntlich dieses Jahr Fünfzig (jedenfalls in der deutschen Filmversion). Das Buch bietet „Secret Service für den Weinkauf beim Einkauf“. Die empfohlenen Knaller-Weine bekommen eine stilisierte Bond-Pistole als Logo zugeteilt – doch statt „007“ sind sie mit dem Schriftzug „0.75“ ausgestattet – soviel in Litern passt in eine Standard-Weinflasche. Wir haben uns die Neuauflage näher angesehen.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

25. September 2013 um 19:01

Denkmalpflege ohne Dämmwahn: Siedlung Onkel Toms Hütte in Berlin

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Viele Geschosswohnungsbauten entlang der Wilskistraße und einigen Seitenstraßen in der Berliner Waldsiedlung Zehlendorf, besser bekannt als „Onkel-Toms Hütte“, sind in den letzten Monaten denkmalgerecht saniert worden. IMG_3221

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Geschrieben von Benedikt Hotze

17. September 2013 um 18:45

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Studenten im Villenviertel: Ein Denkmalinventar für Berlin-Dahlem

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Mein täglicher Weg führt durch Berlin-Dahlem. Dahlems Trick zum Jungbleiben: Hier werden täglich 35.000 Studenten in ein verschlafenes bürgerliches Villenviertel gekippt. Nach dem Krieg ist hier die neu gegründete Freie Universität (FU) in ältere Bauten eines Kaiser-Wilhelm-Instituts gesteckt worden; Neubauten folgten. Ein neues Denkmalinventar erzählt materialprall die Geschichte Dahlemer Bauten.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

10. September 2013 um 19:30

Erst Nazis, dann Amis, jetzt Schlümpfe

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1936-38 als Luftgaukommando III nach Plänen des Architekten Fritz Fuß errichtet, 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht als Hauptquartier in Berlin requiriert, seit 2004 bis auf eine Konsularabteilung der Amerikaner leer stehend: Die monumentale, denkmalgeschützte Kasernenanlage der Nazis an der Clayallee/Saargemünder Straße in Berlin-Dahlem wird zur Zeit durch den Berliner Architekten Klaus Meyer-Hartmann zu Luxuswohnungen umgebaut (Quadratmeterpreis: 5.000 Euro). Gläserne Dachgauben und loggiaartige Einschnitte im Walmdach versuchen, aus dem militärischen Trutzbau etwas Lichtes zu machen. Doch kürzlich ist hinter den Kasernenmauern das Grauen gelandet: Genormtes Spielgerät mit knallblauen Plastikmützen im Schlumpf-Look. Es gibt eben nichts, was nicht durch kleine Gedankenlosigkeiten komplett entwertet werden könnte.

Nachtrag 23. 10. 2013: Die blauen Schlumpfhüte sind mittlerweile abgenommen worden.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

28. August 2013 um 18:32

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Sprache: der Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar

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Die Adverbien „anscheinend“ und „scheinbar“ werden häufig verwechselt. Nicht Wenige glauben sogar, sie seien synonym. Doch richtig ist: Sie haben eine fast gegenteilige Bedeutung.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

24. August 2013 um 22:27

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Kantgaragen Berlin: Ein Denkmal der Verkehrsgeschichte wird preisgegeben

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Es ist die älteste eine der ältesten erhaltenen Hochgaragen in Deutschland, erbaut in den Roaring Twenties. Ihr Architekt Einer ihrer Architekten war Gropius-Assistent am historischen Bauhaus. Das Gebäude an der Kantsraße in Berlin-Charlottenburg ist mit Dauerstellplätzen voll vermietet und steht unter Denkmalschutz. Doch das nützt alles nichts: Der Kant-Garagenpalast von Richard Paulick, Hermann Zweigenthal und anderen soll nach dem Willen seines Besitzers abgerissen werden. Die architektonischen Qualitäten, vor allem im Inneren, sind immer noch enorm: Die Rampenanlage ist großes Kino, und hier ist  jede Schraube, jedes Tor original erhalten.

Baunetzwoche#239 „Parkhäuser: Rennstrecke, Labyrinth und Wenderampe“ Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

4. August 2013 um 02:07

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Angst, Weiskern und Lila: Drei Bücher für den Sommer

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In den letzten Tagen lagen drei Bücher in meiner Badetasche, die mich mehr oder weniger gut unterhalten haben. Drei Kurzrezensionen…

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Geschrieben von Benedikt Hotze

30. Juli 2013 um 19:49

Heller als tausend Sonnen…

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…war der Atomblitz bei dem atomkritischen Autor Robert Jungk. Hier gehts zum Glück nicht um Atomkraft, sondern um einen strahlenden Schnappschuss von „good ole“ Klara – mit dem Mobiltelefon. Zu sehen ist „Klara“ in der Achse der Oderberger Straße im Prenzlauer Berg zum Zeitpunkt des Sunset. Das englische Wort sei hier gestattet, weil das Publikum der hiesigen Gastronomie sich gern und selbstverständlich fremder Zungen bedient. oderberger_700 Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

21. Juli 2013 um 23:58

ICC Berlin: Raumschiff im Aus

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Das Internationale Congress Centrum (ICC) am Berliner Funkturm ist das wohl bekannteste Raumschiff der Space-Age-Architektur der siebziger Jahre. Als Kongresszentrum bis heute hochgelobt und preisgekrönt, wird es dennoch im nächsten Jahr geschlossen – und zwar für immer. Folge einer konsequent kopflosen Politik.

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Das ICC im Juli 2013. Foto: -tze

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Geschrieben von Benedikt Hotze

16. Juli 2013 um 18:47

Gaslaternen in Berlin – wieder mal ein Missverständnis

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In Berlin gibt es noch 42.500 Straßenleuchten, die mit Gas betrieben werden – immerhin fast 19% des Gesamtbestandes in der Stadt (Stand: November 2012). Das ist eine weltweit einmalig große Zahl – und für Viele ein zu schützendes Kulturgut. Doch der Berliner Senat will diese Gaslaternen weitgehend abschaffen – so heißt es. Dagegen regen sich heftige Proteste. Ein genauerer Blick allerdings zeigt, dass die Pläne des Senats bei weitem nicht so gravierende Folgen für das Stadtbild haben werden, wie die Gaslichtfreunde glauben machen. 

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Aufsatzleuchte Typ BAMAG U 7. Diese Gaslaternen prägen das Straßenbild. Sie sollen erhalten werden – allerdings zukünftig teilweise mit LEDs leuchten

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Geschrieben von Benedikt Hotze

26. Mai 2013 um 21:34