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Freilichtbühne auf dem Deimelsberg in Essen-Steele

1 Kommentar

Neben dem Steeler Stadtgarten, an der Straße Am Deimelsberg gelegen, existierte bis in die 1970er Jahre hinein eine Freilichtbühne. Bisher gab es im Netz keine Informationen dazu. Ein alter Prospekt, den man heute wohl Imageflyer nennen würde, gibt Auskunft über die Geschichte der Bühne.

In meiner kleinen Bewanderung des Ruhrhöhenwegs im Bereich Essen-Steele erwähnte ich auch die inzwischen komplett verschwundene und überwucherte Freilichtbühne Am Deimelsberg. In einer Kindheitserinnerung wurde diese in den frühen 1970er Jahren mit „Andorra“ von Max Frisch wohl letztmals  bespielt. Danach wurde die Bühne aufgegeben und verfiel.

Nach Auskunft des Flyers, der 21 Jahre nach der Erbauung, somit etwa 1970, erschienen ist, wurde die Bühne von der „Spielgemeinde St. Laurentius“ in Essen-Steele im Jahr 1949 ehrenamtlich mit Eigenmitteln an Stelle einer Schutthalde errichtet. Es handelte sich also nicht um eine der vielen hundert  „Thingstätten“, die unter den Nationalsozialisten errichtet worden waren, sondern um eine lokale, kirchlich verortete Nachkriegs-Initiative. Die Spielgemeinde St. Laurentius spielte in den 1970er Jahren, abgesehen von der erwähnten Andorra-Aufführung, in meiner Erinnerung keine Rolle im Leben der Kirchengemeinde mehr. Offenbar war zu dieser Zeit das Interesse von Erwachsenen, sich ehrenamtlich für eine kirchliche „Laienspielschar“ zu engagieren, zurückgegangen. Womöglich ging dies auch einher mit dem Rückzug prägender Persönlichkeiten – hier bewegen wir uns dann bereits weit im Bereich der Spekulation. Vielleicht vermag jemand hierzu Erinnerungen beisteuern.

Geschrieben von Benedikt Hotze

5. August 2018 um 00:33

Abgelegt in Allgemein,Regionales

1 Kommentar zu “Freilichtbühne auf dem Deimelsberg in Essen-Steele”

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  1. Valentin Hammerschmidt

    8. Sep 18 um 17:08

    Die „Thingstätten“ sind zwar formal dem Konzept des „Dionysischen“ in der Folge Sempers und Nietszches entwachsen, dienten aber der katholischen „Liturgischen Bewegung“ als Gegenbild zu den muffigen Kirchen des Historismus: Abstraktion und Intensität des Erlebens. Das Zwischenspiel im III. Reich war bald beendet – wegen der schlechten Stücke hatten sie keinen Erfolg, und dann entdeckte Rosenberg auch noch, dass das „Thing“ eine ausländische Erfindung und demokratieverdächtig sei. (s. Emanuel Gebauer: „Fritz Schaller. Der Architekt und sein Beitrag zum Sakralbau im 20. Jh.“, Köln 2000

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