{"id":1238,"date":"2012-07-26T21:50:30","date_gmt":"2012-07-26T19:50:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=1238"},"modified":"2012-08-18T22:31:30","modified_gmt":"2012-08-18T20:31:30","slug":"ein-kopi-an-der-fihu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=1238","title":{"rendered":"Ausflugslokale: Ein K\u00f6pi an der Fih\u00fc"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gar nicht hoch genug ist zu loben, dass es das Lokal \u201e<a href=\"http:\/\/www.fischerhuette-berlin.de\/\" target=\"_blank\">Alte Fischerh\u00fctte<\/a>\u201c am Berliner Schlachtensee \u00fcberhaupt in der heutigen Form gibt. Zuvor war hier ein heruntergekommenes Ausflugslokal mit schmierigen Kellnern, dann einige Jahre Leerstand, und heute ein bayrisch gepr\u00e4gter Biergarten mit gro\u00dfem Publikumszuspruch. Allein: Mit ein bisschen mehr gastronomischer Sorgfalt k\u00f6nnte man das Ding noch deutlich besser machen.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1239\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1239\" rel=\"attachment wp-att-1239\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1239\" class=\"size-full wp-image-1239\" title=\"fihu\u0308\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/fihu\u0308.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/fihu\u0308.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/fihu\u0308-200x150.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/fihu\u0308-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1239\" class=\"wp-caption-text\">Gegen 21 Uhr waren die Schlangen dann mal weg<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1239\" rel=\"attachment wp-att-1239\"><!--more--><\/a>Gestern war es wieder soweit: Der erste richtig hei\u00dfe Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, die Massen standen an der \u201eFih\u00fc\u201c, wie sich die Alte Fischerh\u00fctte keck selbst nennt, in der Schlange. In der Doppelschlange sogar, denn die Direktion hatte ausnahmsweise an der Selbstbedienungsbude beide Eing\u00e4nge ge\u00f6ffnet. Allein: Es ging nicht voran. Gef\u00fchlte 30 Minuten brauchte man, um endlich mit gef\u00fclltem Tablett die Bude wieder zu verlassen. Wer dabei nicht ganz genau auf seinen Tritt achtete, konnte sein m\u00fchsam erworbenes Getr\u00e4nk ganz schnell wieder loswerden: Da die gr\u00fcnen Plastiktabletts der Fih\u00fc nicht verwindungssteif sind, gleicht es einem mittleren Balanceakt, sagen wir, zwei gef\u00fcllte Wei\u00dfbiergl\u00e4ser und zwei Teller Essen unfallfrei zu transportieren. Der kleinste Stolperer, die kleinste Ersch\u00fctterung, und das Tablett biegt sich durch, das Bier verliert das Gleichgewicht und segelt klirrend auf den Kiesboden. \u00dcberall sind G\u00e4ste zu beobachten, die das selbe Problem haben. Es w\u00e4re kein gro\u00dfes Ding, die Tabletts mal gegen bessere auszutauschen.<\/p>\n<p>Um mich nicht erneut anstellen zu m\u00fcssen, bestellte ich mein Bier also gleich im Ma\u00dfkrug. Der ist zwar auf der Preisliste nicht angeschrieben, Stammkunden wissen aber, dass er angeboten wird. Einen leicht verg\u00fcnstigten Preis f\u00fcr das Litergebinde, wie anderswo in bayrischen Wirtschaften \u00fcblich, sucht man hier allerdings vergeblich. Unger\u00fchrt werden 2 x 0,5 Liter = 7,40 Euro an der Kasse gebongt. Meistens. Denn manchmal sitzt dort eine Aushilfe, die keine optische Peilung f\u00fcr Ma\u00dfkr\u00fcge hat und nur ein Halbes abrechnet. Leider war der Ma\u00dfkrug au\u00dfen so richtig sch\u00f6n warm \u2013 er war offenbar gerade erst aus der Gastro-Sp\u00fclmaschine entnommen worden. Nun wurde also mein teures Bier warm bei der Arbeit, den Krug zu k\u00fchlen.<\/p>\n<p>Apropos Aushilfe: Nat\u00fcrlich muss ein Ausflugslokal mit saisonalen Schwankungen umgehen. Wenn es regnet, kommt keiner, und man braucht auch kein Personal. Und wenn es warm ist, macht das Personal in der Bude, erkennbar haupts\u00e4chlich Aushilfen, einen Knochenjob. Hier werden unter Akkordbedingungen Getr\u00e4nke gezapft und einfache Speisen wie Leberk\u00e4se oder Wurst zubereitet \u2013 bei einer Affenhitze. Aber ist es vom Gastronomen zuviel verlangt, seine Aushilfen wenigstens ansatzweise zu schulen? Der Bierzapfer hatte jedenfalls keine Ahnung von Bier. Auf die Frage, ob ein bayrisches Helles ausgeschenkt werde (was hier erfahrungsgem\u00e4\u00df saisonal der Fall sein kann), antwortete er, das Wei\u00dfbier sei hell. Das war aber nicht gefragt worden. Das eigentliche Problem,\u00a0 dass in einem auf bayrisch gemachten Lokal K\u00f6nig-Pilsener aus Duisburg-Beeck ausgeschenkt wird, hatte er gar nicht durchdrungen. Daf\u00fcr zapfte er eher etwas \u00fcber den Eichstrich \u2013 ein klarer Pluspunkt gegen\u00fcber den einschl\u00e4gigen M\u00fcnchner Bierg\u00e4rten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gar nicht hoch genug ist zu loben, dass es das Lokal \u201eAlte Fischerh\u00fctte\u201c am Berliner Schlachtensee \u00fcberhaupt in der heutigen Form gibt. Zuvor war hier ein heruntergekommenes Ausflugslokal mit schmierigen Kellnern, dann einige Jahre Leerstand, und heute ein bayrisch gepr\u00e4gter Biergarten mit gro\u00dfem Publikumszuspruch. 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