{"id":169,"date":"2010-01-28T16:10:13","date_gmt":"2010-01-28T15:10:13","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=169"},"modified":"2010-01-28T23:23:33","modified_gmt":"2010-01-28T22:23:33","slug":"google-doch-bose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=169","title":{"rendered":"Ist Google doch b\u00f6se?"},"content":{"rendered":"<p>Dass man ein Unternehmen der IT-Branche nicht einfach so anrufen kann \u2013 daran haben wir uns\u00a0 gew\u00f6hnt. Ebenfalls an versteckte Rufnummern, teure Rufnummern, gar keine Rufnummern. Und an endlose Warteschleifen und Callcenter-Operatoren mit indischem Akzent. Wir hatten allerdings gehofft, dass das hochprofitable Marktf\u00fchrer-Unternehmen Google, das ja laut Eigen-Mantra \u201enicht b\u00f6se\u201d sein will, hier etwas mehr Service zu bieten hat als jeder x-beliebige Porno-Provider. <!--more--><\/p>\n<p>Seit drei Tagen bel\u00e4stigt uns ein offenbar russischer Spammer des sch\u00f6nen Namens <strong>\u041a\u0430\u0442\u0430\u043b\u043e\u0433 \u0441\u0442\u0430\u0442\u0435\u0439 <\/strong>mit maschinellen Fake-Eintr\u00e4gen im G\u00e4stebuch dieses Blogs. Teilweise im Zweiminuten-Takt gehen Spam-Mails mit der Absenderadresse <a href=\"mailto:packardon@gmail.com\">packardon@gmail.com<\/a> ein. <em>Gmail<\/em> ist der e-Mail-Dienst von Google. Also stellen wir uns mal kurz dumm und versuchen, bei <em>Google Deutschland <\/em>in Hamburg anzurufen, um darum zu bitten, den spammenden Kunden abzuklemmen oder sonstwie unsch\u00e4dlich zu machen. Der geneigte Leser ahnt schon: Das gelingt nicht.<\/p>\n<p>Zwar gibt es eine Hamburger Rufnummer, dort wird einem aber per m\u00e4nnlicher Bandansage nur eine ellenlange Litanei vorgebetet, welche Google-eigenen Webseiten man zu welchem Thema aufsuchen solle. Typischerweise sind das genau die Webseiten, von denen man gerade kommt. Wartet man bis zum Ende, darf man die &#8222;0&#8220; dr\u00fccken, um mit einem Mitarbeiter verbunden zu werden. Es l\u00e4utet daraufhin f\u00fcnf Mal, dann kommt unvermittelt eine \u2013 diesmal weibliche \u2013 Ansagestimme, die unsere Telefonverbindung trennt \u2013 irrerweise mit wohlgesetzten Worten des Dankes, obwohl wir keinen Dank, sondern eine Probleml\u00f6sung erwartet hatten. Der Vorgang ist \u00fcbrigens reproduzierbar.<\/p>\n<p>Nun wieder auf uns allein gestellt, finden wir nach l\u00e4ngerem Suchen bei Google ein <a href=\"http:\/\/mail.google.com\/support\/bin\/request.py?contact_type=contact_spam_es\" target=\"_blank\">Webformular<\/a>, mit dem man Spam melden kann. Frohen Mutes geben wir die Daten des Spammers ein \u2013 soweit sie uns bekannt sind. Unser Redaktionssystem speichert sogar seine IP-Adresse, aber die will Google gar nicht wissen. Wissen will Google vielmehr seine e-Mail-Kopfzeilen (e-Mail-Header). Zu dumm, dass ausgerechnet diese Angaben von unserem Redaktionssystem nicht aufgezeichnet werden. Somit lassen wir das entsprechende Feld des Google-Kontaktformulars notgedrungen frei \u2013 was das dieses prompt mit einer Fehlermeldung quittiert. Im Ergebnis gelingt es uns jedenfalls nicht, eine Nachricht an Google abzusetzen. Eine \u201eklassische\u201c e-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme nennt Google nicht.<\/p>\n<p>Da von Google keine Hilfe zu erwarten ist, helfen wir uns jetzt selbst. In den Tiefen von WordPress finden wir eine M\u00f6glichkeit, eine <em>Kommentar-Blacklist<\/em> zu f\u00fchren. Begriffe, die hier eingetragen sind, sorgen automatisch daf\u00fcr, dass das Redaktionsssystem die betreffende Nachricht als Spam behandelt und sie uns erst gar nicht zum Freischalten vorlegt. Also, <a href=\"mailto:packardon@gmail.com\">packardon@gmail.com<\/a>, husch husch in den Filter mit dir!<\/p>\n<p>Doch wie war das mit den nachwachsenden Drachenk\u00f6pfen? Kaum haben wir das gemacht, kommt die n\u00e4chste Spam-Nachricht rein. Diesmal von <a href=\"mailto:nick.betticom@gmail.com\">nick.betticom@gmail.com<\/a>. Die bleiben dran, die Google-Spammer. Ist Google am Ende vielleicht doch der Hort des B\u00f6sen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass man ein Unternehmen der IT-Branche nicht einfach so anrufen kann \u2013 daran haben wir uns\u00a0 gew\u00f6hnt. Ebenfalls an versteckte Rufnummern, teure Rufnummern, gar keine Rufnummern. Und an endlose Warteschleifen und Callcenter-Operatoren mit indischem Akzent. 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