{"id":1843,"date":"2013-02-13T23:42:30","date_gmt":"2013-02-13T22:42:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=1843"},"modified":"2014-01-20T21:28:48","modified_gmt":"2014-01-20T20:28:48","slug":"in-progress-rock-opa-empfiehlt-was-neues-10-cds-der-letzten-20-jahre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=1843","title":{"rendered":"Rock-Opa empfiehlt was Neues: 10 Alben der letzten 20 Jahre"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit 48 Jahren bin ich popmusikalisch schon fast ein Opa. Lange Zeit bin ich denn auch beim Musikgeschmack meiner Jugend stehen geblieben \u2013 bei der klassischen Rockmusik der siebziger Jahre. Nun empfehle ich zehn Alben der letzten zwanzig Jahre, die mir als &#8222;neuer&#8220; aufgefallen sind.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1882\" rel=\"attachment wp-att-1882\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1882 alignnone\" alt=\"Primal-Scream_Screamadelica-610x615\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Primal-Scream_Screamadelica-610x615.jpg\" width=\"300\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Primal-Scream_Screamadelica-610x615.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Primal-Scream_Screamadelica-610x615-148x150.jpg 148w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Primal-Scream_Screamadelica-610x615-297x300.jpg 297w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Primal Scream<\/strong><br \/>\n<strong> Screamadelica (1991)<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Mit dem dritten Album kam der Durchbruch. \u201cScreamadelica\u201d schlug die Br\u00fccke zwischen Vergangenem und Zuk\u00fcnftigem, vereinte Sixties-Rock mit Rave und bereitete selbst den coolsten Typen spitzb\u00fcbische Freude. An den Reglern waren u.a. DJ Andrew Weatherall und The Orb\u2019s Alex Paterson um die mal treibende, mal driftende Qualit\u00e4t der Platte besorgt, verliehen dem House Tiefe und holten den Gospel mit Dub runter. <em>(<a href=\"http:\/\/http:\/\/www.78s.ch\/2010\/09\/28\/coverart-primal-scream-screamadelica-bewusstseinserweiternd\/\">Nina Wyss<\/a>,<\/em> 2010)<\/p><\/blockquote>\n<p>Sch\u00f6ner kann man es nicht ausdr\u00fccken. Dieses essentielle Album der Neunziger gilt auch als das &#8222;drogigste&#8220; der Epoche. Doch wenn irgendwelche Drogen solche spannenden Stones-Hommagen wie &#8222;Loaded&#8220; hervorbringen oder gar den suggestiven, zehnmin\u00fctigen Ohrwurm &#8222;Come Together&#8220; \u2013 den H\u00f6hepunkt der Platte \u2013, dann k\u00f6nnen sie gar nicht &#8222;b\u00f6se&#8220; sein. Zum zwanzigj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um\u00a0 spielte die Band 2011 das Album nochmals live ein und vertrieb das dann als Konzert-DVD.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1888\" rel=\"attachment wp-att-1888\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1888\" alt=\"massive_attack_-_mezzanine-front\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/massive_attack_-_mezzanine-front.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/massive_attack_-_mezzanine-front.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/massive_attack_-_mezzanine-front-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/massive_attack_-_mezzanine-front-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Massive Attack<\/strong><br \/>\n<strong> Mezzanine (1998)<\/strong><\/p>\n<p>Diese dritte Platte der 1987 gegr\u00fcndeten <em>Trip-Hop<\/em>-Combo Massive Attack halte ich f\u00fcr ihre beste. D\u00fcstere Sounds, verzerrte E-Gitarren und die unglaubliche Spannung in dem Album-Opener &#8222;Angel&#8220; \u2013 das muss man geh\u00f6rt haben. Der Musikexpress beschrieb <i>Mezzanine<\/i> als &#8222;eine Platte von verst\u00f6render Intensit\u00e4t&#8220;.<\/p>\n<blockquote><p>Trip-Hop ist ein elektronischer Musikstil, f\u00fcr den langsame, dem Hip-Hop \u00e4hnliche Rhythmen charakteristisch sind. Die St\u00fccke enthalten oft Samples oder Gesang <em>(<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trip-Hop\">Wikipedia<\/a>).<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Rap-artigen Sprechgesang hat man hier nicht zu erwarten, daf\u00fcr aber \u2013 typisch f\u00fcr Massive Attack \u2013 den Auftritt mehrerer Gasts\u00e4nger\/innen. \u2013 Das erw\u00e4hnte &#8222;Angel&#8220; h\u00f6rte ich \u00fcbrigens zum ersten Mal als Hintergrundbeschallung in einem Media-Markt \u2013 und war auf der Stelle elektrisiert. Der erste Kontakt mit dieser Band fand also gleich auf h\u00f6chstem Niveau statt ;-)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1897\" rel=\"attachment wp-att-1897\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1897 alignnone\" alt=\"71g-8xgn96L._AA1500_\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/71g-8xgn96L._AA1500_.jpg\" width=\"300\" height=\"299\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/71g-8xgn96L._AA1500_.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/71g-8xgn96L._AA1500_-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/71g-8xgn96L._AA1500_-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Portishead<\/strong><br \/>\n<strong> Dummy (1994)<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">D\u00fcstere Klangbilder erinnern an alte Soul- und Filmmusik, dazu entmenschlichtes, hohes Piepen und eine Beth Gibbons, die schmachtend einen Gef\u00fchlsausbruch nach dem anderen erleidet. Dazu das stete Pulsieren von Bass und Beats. Dieses langsame Sto\u00dfen und Knarzen ist ein Stilmittel, das seinen Ursprung in der Szene von Bristol hat. <em>(<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Dummy-Portishead\/dp\/B000001FI7\/ref=ntt_mus_ep_dpi_1\">Douglas Wolk, Amazon.de<\/a>)<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Portishead ist die zweite Trip-Hop-Band, die ich hier vorstelle. Zwischen dem ersten Album <em>Dummy<\/em> (1994) und dem zweiten\u00a0<em>Portishead (<\/em>1997) kann ich mich nur schwer entscheiden und ziehe den Erstling knapp vor. Die dritte Platte <em>Third,<\/em> auf die man elf Jahre warten musste, empfinde ich als sperrig; sie hat bei mir noch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. \u2013 Man k\u00f6nnte \u00fcbrigens auch noch das Live-Album <em>Roseland NYC<\/em> von 2000 w\u00e4hlen, das die H\u00f6hepunkte der ersten beiden Alben kongenial pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Low-Fi-Effekte wie das simulierte Knistern einer Vinyl-Schallplatte oder Mickey-Mouse-Gadgets wie ein quiekendes Scratching geh\u00f6rt bei Portishead genauso dazu wie gesampelte Klangcollagen, verzischelte Hi-Hats und verschleppte Beats. Alles Absicht. \u00dcber allem das zerbrechliche Gejaule der S\u00e4ngerin Beth Gibbons. Gro\u00dfartig und schr\u00e4g \u2013 und dennoch absolut durchh\u00f6rbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1939\" rel=\"attachment wp-att-1939\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1939\" alt=\"Kruder-Dorfmeister-1998-The-KD-Sessions\u2122-front\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Kruder-Dorfmeister-1998-The-KD-Sessions\u2122-front.jpg\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Kruder-Dorfmeister-1998-The-KD-Sessions\u2122-front.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Kruder-Dorfmeister-1998-The-KD-Sessions\u2122-front-167x150.jpg 167w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Kruder-Dorfmeister-1998-The-KD-Sessions\u2122-front-334x300.jpg 334w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Kruder &amp; Dorfmeister<\/strong><br \/>\n<strong>The K&amp;D Sessions (1998)<\/strong><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein <b>Remix<\/b> (engl. <i>Neuabmischung<\/i>) ist eine neue Version eines Musiktitels auf der Basis des Mehrspuroriginals. Sp\u00e4testens seit Ende der 1980er Jahre mit der Entwicklung der Clubkultur bildete sich auch eine Remixkultur heraus. Der Remix war nun nicht mehr nur ein St\u00fcck Gebrauchsmusik, sondern ist zu einer eigenen Kunstform geworden. In der elektronischen Musik und im Hip-Hop spielt der Remix eine sehr bedeutende Rolle. Auch die Neuabmischung ganzer Alben oder die Ver\u00f6ffentlichung ganzer Remixkollektionen als Werkschauen (wie z.\u00a0B. Kruder &amp; Dorfmeister &#8211; The K &amp; D Sessions von 1998) sind gebr\u00e4uchlich. (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Remix\">Wikipedia<\/a>)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1953\" rel=\"attachment wp-att-1953\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1953 alignnone\" alt=\"St_Germain-Boulevard-Frontal\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St_Germain-Boulevard-Frontal.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St_Germain-Boulevard-Frontal.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St_Germain-Boulevard-Frontal-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/St_Germain-Boulevard-Frontal-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>St. Germain<\/strong><br \/>\n<strong> Boulevard (1995)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Remix-Musik des Franzosen Ludovic Navarre, die als Mischung von House und Nu-Jazz beschrieben wird. Es gibt zwei Alben, <em>Boulevard<\/em> (1995) und das bislang letzte, <em>Tourist<\/em> (2000). Ein 1999 erschienener Sampler fr\u00fcherer Arbeiten <i>From Detroit to St. Germain<\/i> gef\u00e4llt mir weniger \u2013 zu techno-lastig. Die beiden klassischen Alben hingegen bringen wunderbar groovige, weitgehend instrumentale Jazz-Pop-Klangfl\u00e4chen zwischen Chill-Out und Dancefloor. Wie beim ersten Titel &#8222;Deep In It&#8220; zum Piano-Intro nach zwei Minuten ganz nebenbei-selbstverst\u00e4ndlich der Techno-Beat zugeschaltet wird, finde ich immer wieder sensationell&#8230; Wem diese Musik keinen wippenden Fu\u00df verursacht, hat warscheinlich auch einen Eisklumpen dort, wo bei Anderen das Herz sitzt&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1959\" rel=\"attachment wp-att-1959\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1959 alignnone\" alt=\"est-leucocyte_500\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/est-leucocyte_500.jpg\" width=\"300\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/est-leucocyte_500.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/est-leucocyte_500-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/est-leucocyte_500-301x300.jpg 301w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>E.S.T<\/strong><br \/>\n<strong> Leucocythe (2008)<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>So geht das: Drei fantastische Musiker (das Esbj\u00f6rn Svensson Trio mit Esbj\u00f6rn Svensson am Klavier, Dan Berglund am Bass und Magnus \u00d6str\u00f6m am Schlagzeug) betreten Anfang 2007, mitten im australischen Sommer, ein Studio in Sydney und spielen zwei Tage lang die Festplatte voll. Anschlie\u00dfend nehmen sie das Ergebnis und kneten es noch ein wenig, verfremden es mit Ger\u00e4uschen aus Transistorradios und elektronischen Schaltkreisen. So geht das: Eines der besten Alben des Jahres 2008 einspielen. Manchmal mehr Drum\u2019n&#8217;Bass, immer ein bi\u00dfchen melancholisch, oft auf eine angenehme Weise frickelig und ganz auf der H\u00f6he der Zeit. Diese Musik wird uns in Zukunft fehlen. (<em><a href=\"http:\/\/www.jazzpartisan.de\/?tag=esbjorn-svenson-trio\">Ingo Steinhaus<\/a><\/em>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies ist handgemachte Jazzmusik, und dennoch nichts Traditionelles: \u00dcber das Esbj\u00f6rn-Svensson-Trio hatte ich schon einmal eine <a title=\"Alter Schwede!\" href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=310\">Notiz<\/a> geschrieben. Durch den Tod des Bandleaders bei einem Tauchunfall wurde diese Combo auf ihrem H\u00f6henflug\u00a0im Jahr 2008 abrupt gestoppt. Angefangen als klassisches Jazz-Trio mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, entwickelte es sich vom Sound her immer mehr in Richtung Rockmusik. Das lag vor allem daran, dass der Bassist sein Instrument verzerrt \u00fcber einen Gitarrenverst\u00e4rker spielte: Auf einmal h\u00f6rt man im Jazzkonzert Black-Sabbath-Riffs oder Jimi Hendrix&#8216; Machine Gun&#8230;<\/p>\n<p>Generell bevorzuge ich die neueren Alben, weil sie diese Effekte ausgepr\u00e4gter bringen. Als sehr guter \u00dcberblick mag das Doppelalbum &#8222;Live in Hamburg&#8220; (2007) dienen. Hier habe ich mich f\u00fcr Leucocythe (2008) entschieden, ein Album aus improvisierter Musik, das die genannten Sounds zum Programm macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1933\" rel=\"attachment wp-att-1933\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1933 alignnone\" alt=\"0796441804320\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/0796441804320.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/0796441804320.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/0796441804320-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/0796441804320-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Godspeed You! Black Emperor<\/strong><br \/>\n<strong> Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000)<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>To get a handle on post-rock, start by thinking of a rock band that doesn&#8217;t have a singer. Now add in the fact that while they may well play standard rock-band instruments, they will certainly not be indulging in any &#8222;rawk&#8220; clich\u00e9s. Instead, their music is likely to be influenced by the drones of the Velvet Underground, the insistent but not rocking rhythm of krautrock, the emphasis on athmospheres of Public Image Ltd, the emotional pull of soundtrack music and the improvisational ethos of jazz. Then allow them to bring a singer after all, if they want, but make it clear to him that his vocals are no more important than any other element. Now you have post-rock. (<a href=\"http:\/\/entertainment.timesonline.co.uk\/tol\/arts_and_entertainment\/music\/article5598842.ece?print=yes&amp;randnum=1151003209000\">Mark Edwards, Times Online, 1. Februar 2009)<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Definition des Genres Post-Rock muss ich im Original belassen, so treffend wie sie ist.\u00a0 Ich hatte schon immer Freude an repetitiver Musik, also Musik, in der lange Zeit nahezu Dasselbe gespielt wird mit allenfalls geringer Variation. Als Geburtsstunde des Post-Rock wird das Erscheinen des Talk-Talk-Albums &#8222;The Colour of Spring&#8220; von 1986 angesehen. Die Musiker hatten mit ihrem 80er-Jahre-Pop so viel Geld verdient, dass sie drei Alben lang machen konnten, was sie wollten: Post-Rock.<\/p>\n<p>Auf das kanadische Kollektiv <em>Godspeed You! Black Emperor<\/em> bin ich durch eine Rezension in einer Tageszeitung gesto\u00dfen. Das Doppelalbm &#8222;Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven&#8220; ist f\u00fcr mich am Typischsten f\u00fcr die Musik der Godspeeds, deren breite Klangcollagen von Ger\u00e4uschen und Stimmen begleitet werden. D\u00fcster und gemein klingt das selbst noch dort, wo Bl\u00e4ser jubilieren. Ein bisschen Zeit sollte man sich f\u00fcr diese Musik aber nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1967\" rel=\"attachment wp-att-1967\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1967 alignnone\" alt=\"ros\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/ros.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/ros.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/ros-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/ros-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Sigur R\u00f3s<\/strong><br \/>\n<strong> Agaetis Byrjun (1999)<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Ergriffenheit macht sich breit, wenn die tieftraurigen Vocals von S\u00e4nger Jon Thor Birgissons in schwindelerregende H\u00f6hen klettern. Liebevoll gestreichelte Gitarrenkl\u00e4nge, schwerm\u00fctige Streicher, z\u00e4rtlich gedr\u00fcckte Tasten und weiche Jazzbesen flie\u00dfen ineinander, umschwebt von hymnischen Melodien jenseits aller Schemata von Pop und Rock. Musik wie eine Wolke. (<a href=\"http:\/\/www.plattentests.de\/rezi.php?show=343\" target=\"_blank\">Oliver Ding<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die isl\u00e4ndische Post-Rock-Band Sigur R\u00f3s hat schon alles M\u00f6gliche produziert \u2013 auch Alben, die als Fahrstuhl-Untermalungsmusik dienen k\u00f6nnten. <em>Agaetis Byrjun<\/em> hingegen nimmt einen sofort gefangen. Eine glockenhelle Falsettstimme schwebt \u00fcber d\u00fcsteren Klangteppichen, die sich auf r\u00fcckkoppelnden E-Gitarren aufschichten. Schon das zweite St\u00fcck \u2013 nach dem kurzen Intro \u2013 ist eine Zehn-Minuten-Hymne, die man nie wieder vergisst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1875\" rel=\"attachment wp-att-1875\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"nirvana-unplugged_in_new_york\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/nirvana-unplugged_in_new_york.jpg\" width=\"300\" height=\"296\" \/><\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Nirvana<\/strong><br \/>\n<strong>MTV Unplugged in New York (1993)<\/strong><\/p>\n<p>Nirvana wurde 1987 gegr\u00fcndet, ihr epochales Erfolgsalbum <em>Nevermind<\/em>, &#8222;eines der wichtigsten Alben der Musikgeschichte&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/musik\/20-jahre-nevermind-waehlen-sie-den-besten-nirvana-song-1731244.html\" target=\"_blank\">stern.de<\/a>), stammt von 1991, und nach dem Tod des S\u00e4ngers und Gitarristen Kurt Cobain 1994 l\u00f6ste sich die Band auf. Nirvana vertreten hier den <em>Grunge<\/em>, die amerikanische Spielart des <em>Independent Rock<\/em>, der irgendwie eine Kreuzung aus Heavy Metal und Punk ist. Obwohl die Protagonisten des Grunge den Gigantomanien der Musikindustrie fernbleiben wollten, war Nirvana Anfang der neunziger Jahre unter Jugendlichen weltweit unglaublich popul\u00e4r. Der rebellische Kurt Cobain wurde von Vielen als Erl\u00f6ser verehrt.<\/p>\n<p>Klar w\u00e4re &#8222;Nevermind&#8220; hier als die typischere Nirvana-Platte zu nennen (auch sie gibt es inzwischen in einer Jubil\u00e4ums-Edition mit Proben-, Session- und Live-Rarit\u00e4ten). Ich habe aber die MTV-Unplugged-Aufnahme ausgew\u00e4hlt, weil ich dieses Konzert, obwohl es in einer Reihe eines kommerziellen Musikfernsehsenders entstand, f\u00fcr musikalisch unglaublich dicht halte. Hier sind Nirvana-Songs ebenso vertreten wie Coverversionen, zum Beispiel David Bowies &#8222;The Man Who Sold The World&#8220;. Geradezu unfassbar leidend singt Kurt Cobain den letzten Titel, &#8222;Where Did You Sleep Last Night&#8220; von Leadbelly. Im auf die Aufnahme folgenden Jahr beging Cobain Selbstmord.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=1974\" rel=\"attachment wp-att-1974\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1974 alignnone\" alt=\"loveless1\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/loveless1.jpg\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/loveless1.jpg 500w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/loveless1-150x150.jpg 150w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/loveless1-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>My Bloody Valentine<\/strong><br \/>\n<strong> Loveless (1991)<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Why My Bloody Valentine&#8217;s <i>Loveless<\/i> is the greatest rock album of our greatness-averse age:<\/p>\n<p>What&#8217;s incredible about <i>Loveless<\/i> is that no matter what level you play it at, it seems louder than it actually is, and yet also not nearly loud enough. A lot of that has to do with how Shields and fellow singer-guitarist Bilinda Butcher deliver their vocals in soft murmurs that undermine the aggression of the music. It is ugly and pretty, sensual and twee, metallic and billowy, all at the same time, with no beginning and no end. Which perhaps is why My Bloody Valentine hasn&#8217;t dared follow it up yet: <i>Loveless<\/i> still keeps ringing in the ears of anyone who&#8217;s ever played it. (<a href=\"http:\/\/www.grantland.com\/story\/_\/id\/8086090\/why-my-bloody-valentine-loveless-greatest-rock-album-our-greatness-averse-age\">Steven Hyden, Grantland, 2012<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Zugegeben: Diese Platte ist ein wenig anstrengend. Das war sie schon damals f\u00fcr die Plattenfirma: Die Produktion hat jahrelang gedauert, in angeblich 19 Studios, und dann hat das Album nicht mal seine Kosten eingespielt. Dennoch gilt es als ungeheuer einflussreich. Hier trifft der <em>White Noise<\/em> der verzerrten Gitarren aus der Independent-Rock-Szene auf gemurmelte Popsongs. Das war damals extrem stilbildend. Das Nachfolgealbum ist \u00fcbrigens erst soeben im Jahr 2013 erschienen. In der Zwischenzeit hat MBV-Frontmann Kevin Shields unter anderem die Filmmusik zu &#8222;Lost in Translation&#8220; (2003) eingespielt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 48 Jahren bin ich popmusikalisch schon fast ein Opa. Lange Zeit bin ich denn auch beim Musikgeschmack meiner Jugend stehen geblieben \u2013 bei der klassischen Rockmusik der siebziger Jahre. Nun empfehle ich zehn Alben der letzten zwanzig Jahre, die mir als &#8222;neuer&#8220; aufgefallen sind.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,4,36],"tags":[],"class_list":["post-1843","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-medien","category-musik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1843"}],"version-history":[{"count":125,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2428,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1843\/revisions\/2428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}