{"id":2128,"date":"2013-09-10T19:30:57","date_gmt":"2013-09-10T17:30:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=2128"},"modified":"2014-02-07T01:32:31","modified_gmt":"2014-02-07T00:32:31","slug":"studenten-im-villenviertel-ein-denkmalinventar-fuer-berlin-dahlem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=2128","title":{"rendered":"Studenten im Villenviertel: Ein Denkmalinventar f\u00fcr Berlin-Dahlem"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mein t\u00e4glicher Weg f\u00fchrt durch Berlin-Dahlem. Dahlems Trick zum Jungbleiben: Hier werden t\u00e4glich 35.000 Studenten in ein verschlafenes b\u00fcrgerliches Villenviertel gekippt. Nach dem Krieg ist hier die neu gegr\u00fcndete Freie Universit\u00e4t (FU) in \u00e4ltere Bauten eines Kaiser-Wilhelm-Instituts gesteckt worden; Neubauten folgten. Ein neues Denkmalinventar erz\u00e4hlt materialprall die Geschichte Dahlemer Bauten.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2258\" rel=\"attachment wp-att-2258\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2258\" alt=\"81QFM63v0VL._SL1500_\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/81QFM63v0VL._SL1500_.jpg\" width=\"478\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/81QFM63v0VL._SL1500_.jpg 478w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/81QFM63v0VL._SL1500_-102x150.jpg 102w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/81QFM63v0VL._SL1500_-204x300.jpg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 478px) 100vw, 478px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2258\" rel=\"attachment wp-att-2258\"><!--more--><\/a><\/p>\n<p>Die Denkmaltopographie f\u00fcr den\u00a0Ortsteil Dahlem ist zwar schon 2011 erschienen, hat aber erst k\u00fcrzlich den Weg auf meinen Schreibtisch gefunden. Denkmaltopographien sind bauhistorische Standardwerke, in denen Fachleute \u00fcber Bauwerke schreiben, die unter Denkmalschutz stehen. Ber\u00fccksichtigt wird dabei aber auch die gro\u00dfe Linie der baulichen Entwicklung des behandelten Ortes, erw\u00e4hnt werden also durchaus auch Nicht-Denkm\u00e4ler. F\u00fcr Berlin erscheint das Werk schrittweise nach Stadtteilen, neben &#8222;Dahlem&#8220; sind f\u00fcr das laufende Jahr 2013 noch drei weitere B\u00e4nde angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Ich bl\u00e4ttere in dem 300-Seiten-Band, betrachte die 217 Abbildungen und schlage so manche der 969 Fu\u00dfnoten nach. Spontan mache ich mir ein paar Markierungen und beschlie\u00dfe, bei meinem Heimweg mit dem Rad an einigen der erw\u00e4hnten Geb\u00e4ude vorbeizufahren. Zum Fotografieren habe ich ein Mobiltelefon dabei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2129\" rel=\"attachment wp-att-2129\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2129 alignnone\" alt=\"700_luckhardt_pflanzen_entzerrt_IMG_2880\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_entzerrt_IMG_2880.jpg\" width=\"700\" height=\"517\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_entzerrt_IMG_2880.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_entzerrt_IMG_2880-200x147.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_entzerrt_IMG_2880-406x300.jpg 406w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Das 1966-70 erbaute<strong> Institut f\u00fcr Pflanzenphysiologie und Zellbiologie,\u00a0<\/strong>K\u00f6nigin-Luise-Stra\u00dfe 12\/16, steht in fachlicher Verbindung zu den unweit gelegenen botanischen Einrichtungen. [&#8230;] Auf dem spitzwinkligen Grundst\u00fcck zwischen Gustav-Meyer-Stra\u00dfe und Altensteinstra\u00dfe errichtet, bricht das Institutsgeb\u00e4ude radikal mit der traditionellen Bauweise der Dahlemer Forschungsanstalten.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2135\" rel=\"attachment wp-att-2135\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2135\" alt=\"700_luckhardt_pflanzen_IMG_2884\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_IMG_2884.jpg\" width=\"700\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_IMG_2884.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_IMG_2884-200x124.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_IMG_2884-482x300.jpg 482w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Kein Walmdach, keine Giebel und Erker, keine Risalite oder Portale suchen eine Ann\u00e4herung an die Dahlemer Villenarchitektur. Scharfkantige Baukuben, aufgel\u00f6st in Sichtbeton, Glas und Stahl, weisen den Institutsbau als konsequenten Vertreter der Moderne aus. Dieses konnte man von dem Architekten des Hauses, <strong>Wassili Luckhardt<\/strong>, erwarten, der hier bei seinem letzten Werk dem Formenkanon des\u00a0<a title=\"Eine Bauhaus-Architektur gibt es nicht\" href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=2068\">Neuen Bauens<\/a>\u00a0treu blieb. Ungemein kraftvoll gliederte Luckhardt den breit gelagerten Bauk\u00f6rper analog den beiden Aufgabengebieten des Instituts, Lehre und Forschung. Raumgreifend schwebt ein zweigeschossiger Forschungstrakt \u00fcber einem ebenerdigen Bauteil f\u00fcr die Lehre, der sich mit seiner verglasten Eingangshalle zur K\u00f6nigin-Luise-Stra\u00dfe \u00f6ffnet, seitlich von Unterrichts- und Seminarr\u00e4umen begleitet wird und sich mit einem gro\u00dfen, mittigen H\u00f6rsaal r\u00fcckw\u00e4rtig herausschiebt.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2136\" rel=\"attachment wp-att-2136\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2136\" alt=\"700_luckhardt_pflanzen_innen_IMG_2883\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_innen_IMG_2883.jpg\" width=\"700\" height=\"522\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_innen_IMG_2883.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_innen_IMG_2883-200x150.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_pflanzen_innen_IMG_2883-402x300.jpg 402w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>In die Halle hinein ragt k\u00f6rperhaft ein verglaster Lichthof, der der Halle auch auf dieser Seite lichte Durchl\u00e4ssigkeit verleiht. Fulminanter Blickpunkt des Hofes, und damit auch des Foyers, ist seine ganzfl\u00e4chige farbige Mosaikwand, dessen abstraktes leuchtendes Farbmuster selbst von der K\u00f6nigin-Luise-Stra\u00dfe her erfahrbar ist. Konzipiert wurde das Kunstwerk von der Ehefrau des Architekten, Hedja Luckhardt-Freese.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2137\" rel=\"attachment wp-att-2137\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2137\" alt=\"700_luckhardt_wohnhaus_IMG_2886\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_wohnhaus_IMG_2886.jpg\" width=\"700\" height=\"466\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_wohnhaus_IMG_2886.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_wohnhaus_IMG_2886-200x133.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_luckhardt_wohnhaus_IMG_2886-450x300.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Der Neubau privater Wohnh\u00e4user, der erst 1948 langsam wieder einsetzte, hat vergleichsweise wenige Beispiele hervorgebracht, die in ihrer Qualit\u00e4t an die Zeit vor dem Krieg ankn\u00fcpfen konnten. [&#8230;] In Bezug auf die architektonische Gestaltung suchte man bewusst die Abkehr von allen Bautraditionen und den Anschluss an den <a title=\"Eine Bauhaus-Architektur gibt es nicht\" href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=2068\">Funktionalismus<\/a> der 1920er Jahre. Zu den qualit\u00e4tsvollen Beispielen geh\u00f6ren das <strong>eigene Wohnhaus<\/strong> von <strong>Wassili Luckhardt<\/strong>, Fabeckstra\u00dfe 48 (1957), &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2148\" rel=\"attachment wp-att-2148\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2148\" alt=\"700_fehling_gogel_IMG_2905\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fehling_gogel_IMG_2905.jpg\" width=\"700\" height=\"490\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fehling_gogel_IMG_2905.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fehling_gogel_IMG_2905-200x140.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fehling_gogel_IMG_2905-428x300.jpg 428w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>&#8230; sowie H\u00e4user von <strong>Hermann Fehling <\/strong>und<strong> Daniel Gogel<\/strong>. [&#8230;] Die beiden Architekten [&#8230;] f\u00fchrten mit ihrer dynamischen Formensprache die Entwurfsprinzipien Hans Scharouns fort. [&#8230;] Auf dem Grundst\u00fcck Kaiserswerther Stra\u00dfe 17 steht eines der unkonventionellsten Einfamilienh\u00e4user Berlins der Nachkriegszeit. Das 1955-56 erbaute <strong>Haus Kr\u00fcger<\/strong> hat der Architekt Hermann Fehling zusammen mit Daniel Gogel und Peter Pfankuch [&#8230;] entworfen. [&#8230;] Es ist das fr\u00fcheste Beispiel eines Hauses im eingeschossigen Bungalowstil amerikanischer Pr\u00e4gung, das in Berlin entstand.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2138\" rel=\"attachment wp-att-2138\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2138\" alt=\"700_mensa_IMG_2893\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_mensa_IMG_2893.jpg\" width=\"700\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_mensa_IMG_2893.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_mensa_IMG_2893-200x140.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_mensa_IMG_2893-427x300.jpg 427w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Der <strong>Mensabau<\/strong> in der Van&#8217;t-Hoff-Stra\u00dfe 6 bildet den westlichen Abschluss des Campus. Noch vor den Fakult\u00e4tsgeb\u00e4uden und dem Henry-Ford-Bau als erster Neubau der FU 1953 fertig gestellt, setzte der wei\u00dfe dreigeschossige Stahlbetonskelettbau [&#8230;] einen v\u00f6llig neuen, modernen Akzent. Den Entwurf fertigten die Architekten<strong> Hermann Fehling<\/strong> und <strong>Peter Pfankuch<\/strong>. Mit den Prinzipien und Materialien des Neuen Bauens \u2013 Stahl, Glas und Beton \u2013 kn\u00fcpften die Architekten nahezu nahtlos an die <a title=\"Eine Bauhaus-Architektur gibt es nicht\" href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=2068\">Bauhaus<\/a>-Tradition an. [&#8230;] Die offene und lichte Architektur der Mensa [&#8230;] entsprach in der Berliner Nachkriegszeit der erw\u00fcnschten politischen Vorstellung von einem demokratischen Universit\u00e4tsaufbau. So wollte man ein Zeichen setzen gegen die Ostberliner Humboldt-Universit\u00e4t.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2140\" rel=\"attachment wp-att-2140\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2140\" alt=\"700_fordbau_entzerrt_IMG_2895\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau_entzerrt_IMG_2895.jpg\" width=\"700\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau_entzerrt_IMG_2895.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau_entzerrt_IMG_2895-200x143.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau_entzerrt_IMG_2895-417x300.jpg 417w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Als Hauptbau des Campus hebt sich unverkennbar der 1952-54 errichtete <strong>Henry-Ford-Bau<\/strong>, Garystra\u00dfe 35\/37, aus der Gruppe der Bauten der Nachkriegszeit ab. Der wei\u00df erstrahlende, dem wissenschaftlichen Diskurs gewidmete Bau symbolisiert in seiner f\u00fcr die damalige Zeit ungewohnter Modernit\u00e4t den demokratischen Neubeginn in West-Berlin und in der Bundesrepublik. [&#8230;] Der Entwurf stammt von den in Wien geb\u00fcrtigen Architekten <strong>Franz Heinrich Sobotka<\/strong> und <strong>Gustav M\u00fcller<\/strong>, die 1951 als erste Preistr\u00e4ger aus einem Wettbewerb f\u00fcr einen Hochschulcampus in Dahlem hervorgingen. Von ihrem Entwurf eines lockeren, von park\u00e4hnlichen Gr\u00fcnz\u00fcgen durchwobenem Campus wurde nur der Henry-Ford-Bau realisiert.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2141\" rel=\"attachment wp-att-2141\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2141\" alt=\"700_fordbau2_IMG_2894\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau2_IMG_2894.jpg\" width=\"700\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau2_IMG_2894.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau2_IMG_2894-200x148.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_fordbau2_IMG_2894-403x300.jpg 403w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Mit ihrem material- und konstruktionsbetonten Stil betonten Sobotka &amp; M\u00fcller die Prinzipien des Neuen Bauens der 1920er\/-30er Jahre neu, wobei sie klassische Pathosformeln wie Ehrenhof und Tempelfront geschickt einbanden.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2142\" rel=\"attachment wp-att-2142\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2142\" alt=\"700_ahrends_wachtelstr_IMG_2887\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_ahrends_wachtelstr_IMG_2887.jpg\" width=\"700\" height=\"516\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_ahrends_wachtelstr_IMG_2887.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_ahrends_wachtelstr_IMG_2887-200x147.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_ahrends_wachtelstr_IMG_2887-406x300.jpg 406w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Zu den vergleichsweise wenigen Wohnh\u00e4usern in Dahlem, die im Sinne des vom <a title=\"Eine Bauhaus-Architektur gibt es nicht\" href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=2068\">Bauhaus<\/a> propagierten Neuen Bauens gestaltet wurden, geh\u00f6rt das <strong>Wohnhaus Wachtelstra\u00dfe 4<\/strong>. Im Auftrag der Dahlemer Aufteilungskommission ist es 1927-28 von <strong>Bruno Ahrends<\/strong> [&#8230;] errichtet worden. [&#8230;] Der Bauk\u00f6rper wirkt mit nur wenigen kleinen Fenstern an Ost- und stra\u00dfenseitiger Nordfassade verschlossen \u2013 er \u00f6ffnet sich jedoch an der S\u00fcd- und Westseite mit in Gr\u00f6\u00dfe und Form differenzierten Fensterfl\u00e4chen zum einst gro\u00dfz\u00fcgigen Garten.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2146\" rel=\"attachment wp-att-2146\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2146\" alt=\"700_hirschsprung_50a_IMG_2900\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_hirschsprung_50a_IMG_2900.jpg\" width=\"700\" height=\"493\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_hirschsprung_50a_IMG_2900.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_hirschsprung_50a_IMG_2900-200x140.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_hirschsprung_50a_IMG_2900-425x300.jpg 425w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Das Haus Weidlich, Am Hirschsprung 50A, f\u00e4llt durch seine extravagante Formgebung im Stra\u00dfenbild besonders auf. Es wurde 1931 nach einem Entwurf des 1933 in die USA emigrierten Berliner Architekten <strong>Hans Wormann<\/strong> als Einfamilienhaus im Stil der Neuen Sachlichkeit mit Einfl\u00fcssen des Art D\u00e9co gebaut. [&#8230;] Das zur Stra\u00dfe hin breit gelagerte [&#8230;] Geb\u00e4ude mit Tiefgarage wirkt wie aus einem Baukasten zusammengesetzt.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2139\" rel=\"attachment wp-att-2139\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2139\" alt=\"700_schopohl_IMG_2892\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_schopohl_IMG_2892.jpg\" width=\"700\" height=\"526\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_schopohl_IMG_2892.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_schopohl_IMG_2892-200x150.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_schopohl_IMG_2892-399x300.jpg 399w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>In der NS-Zeit sind vergleichsweise wenige gro\u00dfb\u00fcrgerliche Villen neu gebaut worden, der beg\u00fcterten F\u00fchrungsschicht des neuen Staates standen gen\u00fcgend, von j\u00fcdischen Vorbesitzern zwangsweise zur\u00fcckgelassene, repr\u00e4sentative H\u00e4user zur Verf\u00fcgung. [&#8230;] <strong>Fritz Schopohl<\/strong> hat mit seinen H\u00e4usern, die sich stets durch einfache Bauk\u00f6rper mit knapp sitzenden Satteld\u00e4chern [&#8230;] und schlicht gerahmten Fenster- und T\u00fcren\u00f6ffnungen auszeichnen, im Rahmen der M\u00f6glichkeiten einen eigenst\u00e4ndigen Stil [&#8230;] geschaffen, [&#8230;] der zwar auf bodenst\u00e4ndigen und handwerklichen Werten fu\u00dfte, wie sie der damaligen Architekturauffassung entsprachen, der aber in seiner soliden Gradlinigkeit und klassizistischen Strenge frei von nationalsozialistischer &#8222;Blut- und Boden&#8220;-Mystik war. [&#8230;] 1936 entstand auf dem Grundst\u00fcck Van&#8217;t-Hoff-Stra\u00dfe 15 das <strong>Wohnhaus<\/strong> f\u00fcr den technischen Direktor der Telefunken-Gesellschaft Karl Rottgardt.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2147\" rel=\"attachment wp-att-2147\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2147\" alt=\"700_chipperfield_IMG_2901\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_chipperfield_IMG_2901.jpg\" width=\"700\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_chipperfield_IMG_2901.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_chipperfield_IMG_2901-196x150.jpg 196w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_chipperfield_IMG_2901-392x300.jpg 392w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>Der Moderne verpflichtet ist der 1994-96 von dem britischen Architekten <strong>David Chipperfield<\/strong> streng kubisch gestaltete <strong>Backsteinbau<\/strong> Im Schwarzen Grund 25.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2143\" rel=\"attachment wp-att-2143\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2143\" alt=\"700_anbau_arndt_IMG_2890\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_anbau_arndt_IMG_2890.jpg\" width=\"700\" height=\"531\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_anbau_arndt_IMG_2890.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_anbau_arndt_IMG_2890-197x150.jpg 197w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/700_anbau_arndt_IMG_2890-395x300.jpg 395w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<blockquote><p>In direkter Sichtbeziehung zum offenen Gr\u00fcnraum des Vogelsang steht das 1907-09 von <strong>Friedrich<\/strong> und <strong>Wilhelm Hennings<\/strong> errichtete Arndt-Gymnasium, K\u00f6nigin-Luise-Stra\u00dfe 80-84. [&#8230;] Das Arndt-Gymnasium, nach erheblichen Bombentreffern wieder aufgebaut, erhielt 1973-74 auf dem Schulhof einen Erweiterungsbau von <strong>Wolfgang M\u00fcnster<\/strong>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Zitate stammen\u00a0aus dem besprochenen Band.<\/p>\n<address><em>Denkmaltopographie\u00a0der Bundesrepublik Deutschland<\/em><\/address>\n<address><em>Denkmale in Berlin<\/em><\/address>\n<address><em>Bezirk Steglitz-Zehlendorf<\/em><\/address>\n<address><em>Ortsteil Dahlem<\/em><\/address>\n<address><em>Angelika Kaltenbach, Haila Ochs, J\u00fcrgen Tomisch, Michael Hofmann, Katrin Lesser,\u00a0hrsg. vom Landesdenkmalamt Berlin<\/em><\/address>\n<address><em>21 x 29,7 cm, 304 Seiten,\u00a0332 S\/W-Abbildungen, Hardcover<\/em><\/address>\n<address><em>ISBN 978-3-86568-679-4<\/em><\/address>\n<address><a href=\"http:\/\/www.imhof-verlag.de\/deutschland\/berlin\/denkmaltopographie-denkmale-in-berlin\/index7.html\" target=\"_blank\"><em>Michael-Imhof-Verlag, Petersberg, 2011<\/em><\/a><\/address>\n<address><em>Euro 39,80<\/em><\/address>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein t\u00e4glicher Weg f\u00fchrt durch Berlin-Dahlem. Dahlems Trick zum Jungbleiben: Hier werden t\u00e4glich 35.000 Studenten in ein verschlafenes b\u00fcrgerliches Villenviertel gekippt. Nach dem Krieg ist hier die neu gegr\u00fcndete Freie Universit\u00e4t (FU) in \u00e4ltere Bauten eines Kaiser-Wilhelm-Instituts gesteckt worden; Neubauten folgten. Ein neues Denkmalinventar erz\u00e4hlt materialprall die Geschichte Dahlemer Bauten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6,4],"tags":[],"class_list":["post-2128","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-architektur","category-medien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2128"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2441,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2128\/revisions\/2441"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hotze.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}