{"id":2366,"date":"2013-10-14T20:55:58","date_gmt":"2013-10-14T18:55:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=2366"},"modified":"2013-10-16T00:17:19","modified_gmt":"2013-10-15T22:17:19","slug":"zwei-tricks-fuer-das-iphone-als-musikspieler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=2366","title":{"rendered":"Das iPhone als Musikspieler: Zwei Probleme"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wer das iPhone als Musikspeicher- und Abspiel-Ger\u00e4t nutzt, st\u00f6\u00dft fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auf zwei Probleme: Das iPhone ist in manchen Situationen zu leise, und der Speicherplatz ist schneller ersch\u00f6pft, als einem lieb ist. Was man dagegen machen kann &#8211; und was man nicht machen sollte&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=2367\" rel=\"attachment wp-att-2367\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2367 aligncenter\" alt=\"apple\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/apple.jpg\" width=\"640\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/apple.jpg 640w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/apple-200x78.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Apple deckelt seit einigen Jahren den Musikpegel, der beim iPhone aus der Kopfh\u00f6rerbuchse kommt, auf einen Wert von 83%. Schuld daran ist die EU, und dort sind es wohl die Franzosen. Jedenfalls soll das Geh\u00f6r nach EU-Willen keinen Schaden nehmen. Die Begrenzung war bisher nicht beeinflussbar (sofern man sein iPhone nicht &#8222;gejailbreakt&#8220; hatte, was wir hier nicht in Betracht ziehen). Erst bei den aktuellen Modellen ab iPhone 5 ist die EU-Begrenzung pl\u00f6tzlich doch abschaltbar \u2013 bei \u00e4lteren Modellen hingegen geht das aus unerfindlichen Gr\u00fcnden auch dann nicht, wenn das neueste Betriebssystem iOS 7 verwendet wird.<\/p>\n<p>Warum sollte das iPhone \u00fcberhaupt lauter spielen als die EU erlaubt? In Netzforen werden entsprechende Anfragen regelm\u00e4\u00dfig mit Hinweisen darauf gekontert, dass man sein Geh\u00f6r damit ruinieren k\u00f6nne. Geschenkt \u2013 das sollte jeder Anwender selbst entscheiden. Manche Musiktitel sind einfach recht niedrigpegelig aufgenommen, und vielleicht will man auch mal sehr leise Stellen, z.B. in einem klassischen Konzert, zwischenzeitlich lauter stellen, wenn unterwegs die Umgebungsger\u00e4usche \u00dcberhand nehmen.<\/p>\n<p>Ich hatte zeitweise angenommen, die L\u00f6sung gefunden zu haben: In iTunes kann man jedem Musiktitel (oder auch vielen\/allen gleichzeitig) eine &#8222;Lautst\u00e4rkeanpassung&#8220; zuteilen (Titel aktivieren, Apfel-I, Reiter &#8222;Optionen&#8220;). Der Wert steht standardm\u00e4\u00dfig auf &#8222;Null&#8220;, kann aber nach unten auf bis zu &#8222;-100%&#8220; und nach oben bis zu &#8222;+100%&#8220; verstellt werden. Ich hatte Letzteres f\u00fcr alle Musiktitel gemacht und damit sowohl am Rechner als auch mit dem iPhone eine signifikant lautere Wiedergabe erzielt. Ich habe davon inzwischen aber wieder Abstand genommen, weil diese Einstellung Verzerrungen und st\u00f6rende Fehler bei der Musikwiedergabe erzeugt. Diese hatte ich zwar bemerkt, aber auf eine andere Ursache zur\u00fcckgef\u00fchrt. Dazu weiter unten mehr.<\/p>\n<p>Nun erstmal meine Erkenntnis: Durch die Erh\u00f6hung der &#8222;<strong>Lautst\u00e4rkeanpassung<\/strong>&#8220; wird die digitale Musikdatei selbst zwar nicht ver\u00e4ndert. Sie bekommt lediglich ein <em>Tag<\/em> angeheftet, mit dem sie die Anweisung transportiert, &#8222;lauter&#8220; wiedergegeben zu wollen. Ich hatte angenommen, dass damit bei gleicher &#8222;Lautst\u00e4rke&#8220;-Einstellung einfach nur der Pegel erh\u00f6ht wird. Tats\u00e4chlich (und da habe ich inzwischen eindeutige Vorher-Nachher-Vergleiche), <strong>tats\u00e4chlich sorgt dieses <em>Tag<\/em> aber daf\u00fcr, dass die Musikinformation &#8222;\u00fcbersteuert&#8220; an den Lautsprecher\/Kopfh\u00f6rer weitergereicht wird, und zwar auch bereits bei niedrigen Pegeln.<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe das lange nicht richtig bemerkt, weil meine station\u00e4ren Wiedergabeger\u00e4te diese Verzerrungen offenbar in gewissem Grade auszub\u00fcgeln verm\u00f6gen: Direkt vom Mac an Harman-Kardon-Soundsticks geschickte Musik klang eher wenig verzerrt; die vom iPhone kommende Musik war jedoch deutlich &#8222;gest\u00f6rter&#8220;. Inzwischen steht die Lautst\u00e4rkeanpassung wieder auf &#8222;Null&#8220;. Einige <a href=\"http:\/\/praxistipps.chip.de\/lautstarke-des-iphones-erhohen-so-gehts_2099\">Autoren im Netz<\/a> behaupten, man k\u00f6nne hier auf &#8222;etwa +50 bis +60%&#8220; gehen, ohne dass es zu h\u00f6rbaren Verzerrungen komme. Audiophile Freaks warnen hingegen vor jeglichen softwareseitigen Equalizern oder Lautst\u00e4rke-Anpassungen in iTunes. Hier wird noch zu experimentieren sein.<\/p>\n<p>Apropos audiophil: Wer nicht sowieso jede digitale Musikkomprimierung als Teufelszeug abtut, wird zumindest dazu raten, MP3-Dateien mit einer eher hohen Bitrate abzuspeichern. 320 kBit\/sec gilt als so gut, dass es nicht von verlustfreien CD-Aufnahmen unterschieden werden kann; das hat nicht nur der legend\u00e4re <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ct\/artikel\/Kreuzverhoertest-287592.html\">H\u00f6rtest der c&#8217;t<\/a> bewiesen. Nun ist der Platz auf dem iPhone beschr\u00e4nkt; auch das teuerste Modell bietet nicht mehr als 64 GB. Das ist zwar recht viel gegen\u00fcber vielen anderen Ger\u00e4tekonzepten, man kommt dennoch schnell an die Grenze, wenn man viel Musik mitnehmen will. Nun gibt es in iTunes die hilfreiche Einstellung (iPhone\/\u00dcbersicht\/Optionen), die <strong>Bitrate<\/strong> der auf das Ger\u00e4t zu \u00fcbertragenden Musik generell auf einen bestimmten, in drei Stufen einstellbaren Wert zu <strong>senken<\/strong>. Auf dem Rechner in der iTunes-Mediathek ist die Datei wom\u00f6glich &#8222;Lossless&#8220; oder mit 320 kbit\/sec kodiert gespeichert, f\u00fcr das iPhone sind es aber &#8222;nur&#8220; noch 256, 198 oder gar 128 kBit\/sec. Je kleiner der Wert, desto mehr Musik passt auf das iPhone; jede Stufe geringerer Bitrate erm\u00f6glicht es, zig und zig Alben mehr mitzunehmen.<\/p>\n<p>Ich hatte wegen der beobachteten Wiedergabefehler die Bitrate von 128 auf 198 hochgestellt, ohne dass sich der Fehler \u00e4nderte. Heute wei\u00df ich, dass es daran nicht lag. Die Bitrate steht jetzt wieder auf 128 kBit\/sec, was in Verbindung mit dem Kodierungsschl\u00fcssel AAC (der als jeweils eine Stufe &#8222;besser&#8220; gilt ist als reines MP3 gleicher Bitrate) schon sehr ordentliche Tonqualit\u00e4t bietet. Typische Kompressionsartefakte h\u00f6re ich jedenfalls nicht, und wir reden hier ja nicht \u00fcber High-End-Audiophilie, sondern \u00fcber Musik zum Mitnehmen, die auf einem 50-Euro-Kopfh\u00f6rer konsumiert oder in eine Boom-Box eingespeist wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer das iPhone als Musikspeicher- und Abspiel-Ger\u00e4t nutzt, st\u00f6\u00dft fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auf zwei Probleme: Das iPhone ist in manchen Situationen zu leise, und der Speicherplatz ist schneller ersch\u00f6pft, als einem lieb ist. 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