{"id":285,"date":"2010-03-05T23:27:42","date_gmt":"2010-03-05T22:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=285"},"modified":"2013-01-22T01:43:49","modified_gmt":"2013-01-22T00:43:49","slug":"tschuss-rotkehlchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=285","title":{"rendered":"Tsch\u00fcss Rotkehlchen! Das Ende von Berliner B\u00fcrgerbr\u00e4u"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Berliner B\u00fcrgerbr\u00e4u&#8220; gibt es nicht mehr. Jedenfalls nicht in der bisherigen Form. Alle Rezepte, Marken- und Vertriebsrechte sind mit Wirkung vom 1. M\u00e4rz 2010 an die Radeberger-Gruppe \u00fcbergegangen. Damit endet die Existenz der letzten unabh\u00e4ngigen industriellen Brauerei Berlins. Fortan kommen alle Berliner Biere, sofern sie nicht aus kleinen Erlebnis-,\u00a0 Gastronomie- und Micro-Breweries stammen, aus einer einzigen Bierraffinerie in Berlin-Hohensch\u00f6nhausen. Kindl, Schultheiss, Berliner Pilsener und eben auch B\u00fcrgerbr\u00e4u: alles aus einer Fabrik.<a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=296\" rel=\"attachment wp-att-296\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-296\" title=\"Logo_sauber\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Logo_sauber.jpg\" width=\"250\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Logo_sauber.jpg 250w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/Logo_sauber-136x150.jpg 136w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=286\" rel=\"attachment wp-att-286\"><br \/>\n<\/a><!--more--><\/p>\n<p>Bisher war B\u00fcrgerbr\u00e4u, das seit Anfang der neunziger Jahre in den H\u00e4nden einer bayrischen Familie war, in Berlin auch immer ein Sympathietr\u00e4ger: f\u00fcr regionales Bier, gegen \u00fcberregionale Massenbiere. Allein: Der Konsument hat das nicht ausk\u00f6mmlich honoriert. Die Ostberliner Marke B\u00fcrgerbr\u00e4u mit ihrem markanten Brauschloss am M\u00fcggelsee in Friedrichshagen hat schlicht nicht genug K\u00e4ufer gefunden, obwohl sie in fast allen Berliner Getr\u00e4nke- und Vollsortimenter-Superm\u00e4rkten angeboten wurde. Vor Einf\u00fchrung des Dosenpfandes gab es sie sogar bei Aldi.<\/p>\n<p>Wenn ich es richtig verstanden habe, wird die Marke Berliner B\u00fcrgerbr\u00e4u fortan von den Oetkers, die die Radeberger-Gruppe besitzen, fortgef\u00fchrt. Ob es jedoch alle Produkte wie z.B. das angenehme bernsteinfarbene Export-Bier &#8222;Rotkehlchen&#8220; weiter geben wird, ist derzeit unklar.<\/p>\n<p>Die bisherigen B\u00fcrgerbr\u00e4u-Eigner hingegen wollen offenbar am alten Standort Bio-Bier als Nischenprodukt unter der neuen Markenbezeichnung &#8222;K\u00f6penicker B\u00fcrgerbr\u00e4u&#8220; produzieren. Ein &#8222;1. Berliner Bio-Pils&#8220; hat B\u00fcrgerbr\u00e4u bereits seit 2008 im Sortiment, aber dieses Produkt soll ja wohl auch zu Radeberger wechseln.<\/p>\n<p>Soll es fortan also zwei konkurrierende, unverk\u00e4ufliche Marken &#8222;B\u00fcrgerbr\u00e4u&#8220; geben?<\/p>\n<p><em>Nachtrag 1. 4. 2010<\/em><\/p>\n<p>Inzwischen sind die &#8222;neuen&#8220; B\u00fcrgerbr\u00e4u-Biere im Handel, die von Schulthei\u00df-Kindl (Radeberger-Gruppe) gebraut werden. Teilweise stehen jetzt \u00fcbergangsweise sogar alte Abf\u00fcllungen aus Friedrichshagen direkt neben neuen aus Hohensch\u00f6nhausen im Regal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/?attachment_id=301\" rel=\"attachment wp-att-301\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-301\" title=\"rotkehlchen\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/rotkehlchen.jpg\" width=\"700\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/rotkehlchen.jpg 700w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/rotkehlchen-200x136.jpg 200w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/rotkehlchen-439x300.jpg 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erfreulich zun\u00e4chst, dass auch das &#8222;Rotkehlchen&#8220; weiter produziert wird. Allerdings steht auf der Flasche neuerdings der Hinweis, dieses Export habe eine &#8222;feine Karamellmalznote&#8220;. Und tats\u00e4chlich: Das Bier schmeckt sehr deutlich malziger als das &#8222;alte&#8220; Rotkehkehlchen. Und zwar so deutlich, dass es mir pers\u00f6nlich nicht mehr schmeckt.<\/p>\n<p>Komisch, sagt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der &#8222;alten&#8220; B\u00fcrgerbr\u00e4u-Brauerei: &#8222;Wir haben denen auch die Rezepturen gegeben&#8220;.Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin habe ich \u00fcbrigens erreicht bei abendlichem Anruf der Nummer, die auf den &#8222;alten&#8220; Flaschen zwecks Brauereibesichtigung angegeben ist. Bei &#8222;K\u00f6penicker B\u00fcrgerbr\u00e4u&#8220; ist man also flei\u00dfig und f\u00fcr die potentielle Kundschaft stets erreichbar. Prima!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Berliner B\u00fcrgerbr\u00e4u&#8220; gibt es nicht mehr. Jedenfalls nicht in der bisherigen Form. 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