{"id":3333,"date":"2015-11-17T01:09:00","date_gmt":"2015-11-17T00:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=3333"},"modified":"2016-04-02T03:04:06","modified_gmt":"2016-04-02T01:04:06","slug":"buchrezension-die-frau-die-maenner-mochte-von-petra-hammesfahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=3333","title":{"rendered":"Buchrezension: \u201eDie Frau, die M\u00e4nner mochte\u201c von Petra Hammesfahr"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Schriftstellerin Petra Hammesfahr hat sich mit routinierten Krimi- und Psycho-Stoffen einen Namen in der gehobenen Unterhaltungsliteratur gemacht. Nun wurde ihr 25 Jahre alter erster Roman &#8222;um 100 Seiten erweitert&#8220; neu ver\u00f6ffentlicht \u2013 und dabei stiekum modernisiert. Das \u00fcberzeugt allerdings nicht.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3341\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/510iP61aaOL._SX314_BO1204203200_.jpg\" alt=\"510iP61aaOL._SX314_BO1,204,203,200_\" width=\"316\" height=\"499\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/510iP61aaOL._SX314_BO1204203200_.jpg 316w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/510iP61aaOL._SX314_BO1204203200_-95x150.jpg 95w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/510iP61aaOL._SX314_BO1204203200_-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Manchmal sind es die kleinen Dinge, die beim Lesen nerven. Da telefonieren die Leute fr\u00f6hlich mit dem Handy, auch wenn es vor 25 Jahren keine Mobiltelefone gab, die nicht mindestens auf einen kiloschweren Koffer Signaltechnik angewiesen gewesen w\u00e4ren. Da rauchen die Leute unbeschwert in einem Restaurant, obwohl dort heute ein fl\u00e4chendeckendes Rauchverbot herrscht. Weil diese Raucherei f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung des Falles aber wichtig zu sein scheint, wird sie <em>en passant<\/em> im Nebensatz erl\u00e4utert: An das Rauchverbot halte sich in diesem speziellen Lokal eben niemand. Basta. Und schon kann weitergeraucht werden.<\/p>\n<p>Ist der Groschen gefallen? Hier wurde ein Roman, der \u2013 ausweislich des Klappentextes \u2013 schon 25 Jahre alt sein soll, also von etwa 1990 stammen muss, recht hilflos <em>\u00e0 jour<\/em> gebracht. Warum tun sich die Autorin und der Verlag so etwas an? Weil man einen alten Stoff nicht zu verkaufen k\u00f6nnen glaubt, wenn man dort nicht die Alltags-Accessoires der Jetztzeit hineinbastelt?<\/p>\n<p>Das ist allerdings noch das geringere Problem. Das gr\u00f6\u00dfere besteht in der altklug-unbeholfenen Erz\u00e4hltechnik. Hier steht immer wieder ein Halbsatz zu viel, der verschmockt erl\u00e4utert, \u00fcberfl\u00fcssig erkl\u00e4rt und einfach den <em>flow<\/em> st\u00f6rt. Dazu ein selbstmitleidiger Ermittler, der sich absurderweise in das vermeintlich sexuell freiz\u00fcgige, aber nun mal tote weibliche Opfer verliebt, das er nie lebend gesehen hat. Um es mit einem feministischen Sponti-Kalauer aus den 80er Jahren zu sagen: Als Petra Hammesfahr diesen Krimi schuf, \u00fcbte sie nur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schriftstellerin Petra Hammesfahr hat sich mit routinierten Krimi- und Psycho-Stoffen einen Namen in der gehobenen Unterhaltungsliteratur gemacht. Nun wurde ihr 25 Jahre alter erster Roman &#8222;um 100 Seiten erweitert&#8220; neu ver\u00f6ffentlicht \u2013 und dabei stiekum modernisiert. 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