{"id":4409,"date":"2021-01-04T02:40:39","date_gmt":"2021-01-04T01:40:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.hotze.net\/?p=4409"},"modified":"2024-09-28T16:24:07","modified_gmt":"2024-09-28T14:24:07","slug":"telefunken-musikanlage-von-1976-45-jahre-alt-und-kein-bisschen-leise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hotze.net\/?p=4409","title":{"rendered":"Telefunken-Musikanlage von 1976: 45 Jahre alt und kein bisschen leise"},"content":{"rendered":"<p><strong>,Heute h\u00f6ren ja Viele ihre Musik per Streaming auf aktiven Bluetooth-Lautsprechern. Hallo Alexa, mach mal lauter! Fr\u00fcher [tm], als alles bekanntlich besser war, h\u00f6rte man Musik \u00fcber so genannte Stereoanlagen. Aber auch da gab es schon mal einen Generationenkonflikt&#8230;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4408\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1-1024x895.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"612\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1-1024x895.jpg 1024w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1-172x150.jpg 172w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1-343x300.jpg 343w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1-768x672.jpg 768w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Telefunken_4525_Hifi_Center-Prospekt-1.jpg 1226w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more-->In den 1970er Jahren kam die Generation der HiFi-Freaks auf, die sich der hochwertigen Tonwiedergabe (HiFi = High Fidelity) verschrieben hatten und Ger\u00e4te aus amerikanischer oder vor allem japanischer Produktion bevorzugten. Der deutsche Spie\u00dfer, gerade vom alten Dampf-R\u00f6hrenradio entw\u00f6hnt, hingegen kaufte im Radio- und Fernsehladen um die Ecke bevorzugt so genannte Kompaktanlagen \u2013 Ger\u00e4te, die alles in einem boten: Radio, Plattenspieler, Verst\u00e4rker \u2013 und vielleicht noch einen Cassettenrecorder. Ein solches Ger\u00e4t von 1976 aus dem Familienerbe habe ich hier wieder in Betrieb genommen \u2013 und bin beeindruckt von der Qualit\u00e4t der damaligen \u201edeutschen Wertarbeit\u201c.<\/p>\n<p>Das \u201eTelefunken HiFi-Center 4525\u201c genannte Ger\u00e4t (hier ein Prospektfoto) war als Einsteigermodell einer deutschen Traditionsmarke der nat\u00fcrliche Feind der genannten HiFi-Freaks. Davon unber\u00fchrt, hatte mein Vater diese Anlage 1976 gekauft (Ladenpreis ca. 1.200 DM, also umgerechnet ca. 600 \u20ac, was bei damaliger Kaufkraft nicht ganz ohne war), und damit eine Musiktruhe von 1963 ersetzt, die haupts\u00e4chlich als M\u00f6belst\u00fcck entworfen worden und deren Technik nachrangig war.<\/p>\n<p>Dieser Kauf wurde jedenfalls von den selbsternannten und besser betuchten HiFi-Freaks in der Verwandtschaft sofort bel\u00e4chelt. Eine der milderen Reaktionen: \u201eDiese Anlage ist gar nicht so schlecht, die habe ich mir auch ins Schlafzimmer gestellt!\u201c<\/p>\n<p>Auf energisches Betreiben meiner Mutter hatte mein Vater sich extrem flach gebaute Lautsprecherboxen von Braun dazu gekauft, die hinter der Gardine an der Wand h\u00e4ngend versteckt werden konnten. Gleichwohl war es f\u00fcr mich als Zw\u00f6lfj\u00e4hriger ein Erlebnis, mit dieser Anlage endlich mal Musik \u201emit Wumms\u201c h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Anspieltipp war damals \u201eKenny: The Bump\u201c. Allerdings durfte das Ger\u00e4t mit R\u00fccksicht auf die Nachbarn nie \u00fcber die Stellung 1,5 von 5 des Lautst\u00e4rkereglers aufgedreht werden (au\u00dfer meine Eltern waren mal nicht da). Mein Vater besorgte sich dann schnell einen offenen Kopfh\u00f6rer von Sennheiser, und ein frei stehendes Cassettendeck von Braun kam dann auch noch dazu.<\/p>\n<p>Diese Kompaktanlage hat einen Plattenspieler von Perpetuum Ebner (<a href=\"https:\/\/www.ebay.de\/i\/392858149292?chn=ps&amp;norover=1&amp;mkevt=1&amp;mkrid=707-134425-41852-0&amp;mkcid=2&amp;itemid=392858149292&amp;targetid=995998754144&amp;device=c&amp;mktype=pla&amp;googleloc=9043155&amp;poi=&amp;campaignid=10203814206&amp;mkgroupid=101937402397&amp;rlsatarget=pla-995998754144&amp;abcId=1145988&amp;merchantid=114948912&amp;gclid=EAIaIQobChMIt8u43Y6B7gIVGqd3Ch2uyA92EAQYBCABEgJ3A_D_BwE\">PE 3046<\/a>) aus dem Schwarzwald (tats\u00e4chlich aus deutscher Produktion), der \u2013 das sei gleich schon verraten \u2013 bis heute fast perfekt funktioniert.<\/p>\n<p>Denn ungeachtet der verfemten Bauweise \u201eKompaktanlage\u201c waren dort durchaus repektable Teile verbaut. Als \u201eReibrad\u201c-Plattenspieler hat der PE zwar nie HiFi-Freaks elektrisiert, die ihm immer ein \u201eRumpeln\u201c attestieren w\u00fcrden, aber mit einem zeitgem\u00e4\u00dfen Tonabnehmersystem ausgestattet (ich habe an der Stelle des originalen Shure M75, wenig originell, das gr\u00fcne Monster von Audio Technica druntergeschraubt), klingt das Teil bei der Vinyl-Wiedergabe mehr als respektabel. Es macht richtig Spa\u00df! Dass die Tonarm-Automatik mechanisch ausgefallen ist, st\u00f6rt mich nicht. Der Tonarm-Lift sitzt an der richtigen Stelle und funktioniert.<\/p>\n<p>Auch der UKW-Empfang funktioniert bestens selbst mit einer simplen Wurfantenne, und der Verst\u00e4rker verst\u00e4rkt, was er soll. Dass f\u00fcnfpolige DIN-Anschl\u00fcsse anliegen, sowohl f\u00fcr Kopfh\u00f6rer als auch f\u00fcr Line-In z.B. f\u00fcr CD-Spieler, muss man wissen, und man kann es \u00fcber Adapter l\u00f6sen. Auch die Lautsprecher werden \u00fcber DIN-Anschl\u00fcsse angeschlossen; meine Arcus-Boxen TS 80, die ich mal sehr g\u00fcnstig geschossen habe, haben.ebenfalls einen entsprechenden Adapter spendiert bekommen. Im Zusammenspiel mit der Telefunken-Kompaktanlage klingen sie fast etwas zu basslastig, was aber auch an der hiesigen Aufstellung liegen kann. Denn hier sind die Boxen nicht hinter der Gardine versteckt! Immerhin kann man \u00fcber einen simplen Schieberegler den Bass stufenlos regeln, woran die meisten heutigen \u00a0Lautsprecher-Boxensysteme scheitern d\u00fcrften.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6590 size-full\" src=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314.jpeg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1996\" srcset=\"https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314.jpeg 1920w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314-289x300.jpeg 289w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314-985x1024.jpeg 985w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314-144x150.jpeg 144w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314-768x798.jpeg 768w, https:\/\/blog.hotze.net\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/IMG_2665-scaled-e1727532737314-1478x1536.jpeg 1478w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/a><\/p>\n<p>PS: Die Weltfirma Telefunken aus Hannover-Linden m\u00f6chte alles richtig machen und schafft doch babylonische Sprachverwirrung: Die Taste f\u00fcr den Plattenspieler ist jedenfalls (in \u00a0modischer Kleinschreibung) \u00a0beschriftet mit \u201eta\/pu\u201c. H\u00e4tten Sie es gewusst? Das steht f\u00fcr \u201eTonabnehmer \/ Pick Up\u201c, obwohl damals schon im internationalen Raum der \u2013 ebenfalls nicht selbsterkl\u00e4rende \u2013 Begriiff \u201ePhono\u201c \u00a0f\u00fcr Plattenspieler \u00fcblich war. Der hannoversche Sprachgebrauch erinnert mehr an elektrische Gitarrenverst\u00e4rker als an biedere Stereo-Kompaktanlagen und zeigt einmal mehr, dass Ingenieurswissen damals mehr z\u00e4hlte als Marketing-Sprech. So gesehen: gut so!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>,Heute h\u00f6ren ja Viele ihre Musik per Streaming auf aktiven Bluetooth-Lautsprechern. Hallo Alexa, mach mal lauter! Fr\u00fcher [tm], als alles bekanntlich besser war, h\u00f6rte man Musik \u00fcber so genannte Stereoanlagen. 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