Auf meinem täglichen Fahrradweg fiel mir ein Trümmerhaufen auf: Das Haus Brümmerstraße 48 in Berlin-Dahlem wurde abgerissen; das damit verbundene Haus Nr. 50 steht noch. Genutzt wurde das Doppelhaus-Ensemble bislang von der Freien Universität Berlin (FU). Zerstört die FU hier ihr historisches Erbe?
Archiv für die Kategorie ‘Architektur’
Der unbekannte Architekt Ludwig Spreitzer: Zwischen NS-Zeit und Wiederaufbau
Als ich Neujahr 1989 nach Westberlin kam, sagte man mir: Wir fangen alle in Neukölln an, aber wir wollen hier schnell weg – obwohl David Bowie „Neuköln“ (sic!) schon in den frühen Achtzigern besungen hatte. Heute ist Neukölln Hipster-Hochburg. Und ich habe das Haus Richardstraße 63, das damals meine erste Berliner Unterkunft wurde, jetzt wiederbesucht: ein denkmalgeschütztes 50er-Jahre-Gebäude in der Tradition der 20er Jahre. Doch wer war dessen Architekt Ludwig Spreitzer? Eine erste Recherche führt vor allem in die NS-Zeit.
Rüdersdorf: Die Kathedrale des Kalks
Rüdersdorf bei Berlin (so der offizielle Ortsname) besteht hauptsächlich aus einem 4 km langen Tagebauloch, das man auch als „Negativabdruck von Berlin“ bezeichnet. Denn dort wurde und wird Kalkstein abgebaut, der als Rohstoff für die Zementproduktion dient. Zement wird für Mörtel und Beton benötigt; die Zement-Produktion in Rüdersdorf wuchs in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts um 1000%. Eine eindrucksvolle Schachtofenbatterie aus den 1870er Jahren ist heute die Attraktion des dortigen Museumsparks. Und eine kleine Eisenbahnbrücke aus DDR-Zeiten mein heimlicher Favorit. Ein Sonntags-Reisebericht
Rätselhaft: Klassisch modernes Relief am Friedhof Teltow
Wir haben an der Mauer des Friedhofs am Weinbergsweg in Teltow ein beeindruckendes Beton-Relief vorgefunden, das uns ikonografisch beschäftigt hat.
Ludwigsfelde – auf den Spuren der Rüstungsindustrie der Nazis
Ludwigsfelde südlich von Berlin hat kein historisch gewachsenes Zentrum. Bedeutend wurde der Ort erst mit der Ansiedlung eines Betriebs der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie. Wir haben bei einem Sonntagsausflug nach Spuren dieser Zeit im Stadtbild gesucht.

Relikt am Waldrand: Verlassenes Vorkriegs-Trafogebäude Garagengebäude im Industriepark Ludwigsfelde-Ost (Standort-Koordinaten: 52.3168628, 13.2634632)
Haus Baensch von Hans Scharoun in Berlin-Spandau: Frevel an einem Baudenkmal

Haus Baensch, 1934-35 von Hans Scharoun, zeigt zur Straße eine Ansicht eines Satteldachhauses mit Lochfassade, die zwar auch keineswegs konventionell wirkt, aber in den orthogonalen Ansichtszeichnungen offenbar in der Nazizeit problemlos genehmigt werden konnte. Zur Havel hin öffnet sich das Haus hingegen in spektakulärer Weise zum Landschaftsraum. Nun wurde das großartige Haus unsachgemäß beschädigt.
Klassische Moderne: Ein Sonntag in Frankfurt/Oder
Ein wunderbarer Führer zur Architektur aus der Zeit der Weimarer Republik in Frankfurt/Oder hat einen Sonntagsausflug inspiriert. Zu sehen gibt es dort klassische Moderne in allen stilistischen Schattierungen.
Reihenhaus am Rangierbahnhof: Vier Eisenbahnersiedlungen im Land Brandenburg
Die Eisenbahnersiedlung Neuseddin, rund 50 km von Berlin-Mitte entfernt, erschien uns schon immer als ein bisschen spooky: Warum stehen dort so viele Einfamilien-Reihenhäuser leer? Die Antwort gibt eine Brandschutz-Regelung in der Bauordnung des Landes Brandenburg. – Eine Reise zu vier baugeschichtlich interessanten Siedlungen in Neuseddin, Elstal und Kirchmöser…
Moderne Villen in Langerwisch südlich von Berlin
In Langerwisch, einem Ortsteil von Michendorf im Kreis Potsdam-Mittelmark, finden sich zwei neusachliche Villen der späten 1920er Jahre eines weitgehend unbekannten Architekten namens K. F. W. Rausch. Wer ist das? Ein baugeschichtliches Rätsel tut sich auf…
Buchrezension: Alles Platte?
Wachsmann und Schauburg in Jüterbog
Ein 15-Minuten-Abstecher nach Jüterbog im Süden Brandenburgs zeigt zwei Bauten der Moderne: Das Wachsmannhaus und das Kino Schauburg, das als dachlose gesicherte Ruine seiner Zukunft entgegensieht.
Denkmalschutz in NRW: Eine Pressereise
Der Knabe ist der Hammer: Feuerrotes Haar, leise Stimme, laut einschlägigen Rankings einer der 300 reichsten Deutschen. Geld interessiert ihn aber nicht, eher die Schönheit. Und die Bewohner. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen: Walter Brune ist 92 Jahre alt, aber laut Rheinischer Post „fit wie ein Turnschuh“. Er habe sein tägliches Arbeitspensum jetzt von 14 auf 12 Stunden reduziert, heißt es.
… und dann nischt wie raus zum Wannsee!
„Pack die Badehose ein“ ist an einem trüben Februarsonntag vielleicht nicht der erste Rat, aber eine kleine Architektur-Tour in den Berliner Stadtteil Wannsee ist es dann doch geworden…
Trebbin: Bruno Taut und Friedensstadt
Siedlung Freie Scholle, Schloss Schönhagen und Friedensstadt: Ein januartrüber Sonntagsausflug führt nach Trebbin südlich von Berlin, immerhin die Partnerstadt von Weil am Rhein mit seinem internationalen Architekturzoo. In Trebbin gibt es ein Angerdorf von Bruno Taut, ein unzugängliches neobarockes Schlösschen und ein sozialreformatorisches christliches Siedlungswerk der 1920er Jahre, das von der Sowjetarmee heftig überformt wurde.
Von Friedenau nach Zehlendorf — Baudenkmäler auf einer mobilen Karte
Das Landesdenkmalamt Berlin veröffentlicht seine Denkmalkarte auch in einer mobilen Version. Am Beispiel eines meiner alltäglichen Fahrradwege von A nach B habe ich beide Versionen unterwegs getestet.
Moderne Architektur in Luckenwalde – ein Kurzbesuch
Erich Mendelsohns Hutfabrik hat den Ortsnamen Luckenwalde für alle Zeiten in die internationale Architekturgeschichte einbeschrieben. Das schrumpfende Städtchen südlich von Berlin hat aber noch mehr aus der Epoche der klassischen Moderne zu bieten. iPhone-Knipsfotos als Ausbeute einer Zwei-Stunden-Stippvisite am Sonntagnachmittag…
An der Mosel: Unterwegs mit dem „Dehio“ von 1972
Das auf Georg Dehio zurückgehende „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ genießt einen quasi-amtlichen Status. Schade nur, dass es für einige Bundesländer noch nicht in den Genuss einer Neubearbeitung gekommen ist. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland muss man bis heute auf eine Auflage von 1972 zurückgreifen. Darin fehlt viel. Reisenotizen von der Mosel…
Museen Dahlem: Das Aus für die Bornemann-Bauten?
Die Museen Dahlem gehörten jahrzehntelang zum festen (West-)Berliner Touristenprogramm. Seit gestern sind diese Museen (mit einer Ausnahme) für immer geschlossen. Die Zukunft der 60er-Jahre-Bauten des Architekten Fritz Bornemann steht in den Sternen; ein Abriss ist wahrscheinlich.
Brandenburg/Havel: Architekt schenkt seiner Stadt einen Architekturführer
Von einem ungewöhnlichen bürgerschaftlichen Engagement ist hier zu berichten: Ein ursprünglich aus Niedersachsen stammender Architekt ist in Brandenburg an der Havel ansässig geworden und hat dort eine Reihe von Bauvorhaben verwirklicht, besonders im Bereich Altbausanierung und Denkmalpflege. Zum 20-jähigen Bürojubiläum gibt er einen hervorragend gemachten Architekturführer heraus, mit dem er „seiner Stadt“ etwas zurückgeben möchte. Wir sind mit diesem Führer einen Sonntag lang durch diese Stadt gestreift.

Berliner Gaslicht-Streit zum Dritten: Aufsatzleuchten bleiben – zumindest die Masten
In zwei Beiträgen (und Nachträgen) habe ich scheibchenweise zu ergründen versucht, was genau mit den Berliner Gaslaternen passieren soll. Das kann man hier und hier nachlesen. Nun habe ich neue Informationen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erhalten, die allerdings danach unsere schriftliche Kommunikation einseitig beendet hat – leider nicht ohne neue Fragen offen zu lassen. Ich fasse den Stand der Dinge noch einmal zusammen.















