“Forum Rauchfrei” – das ist ein Verein der Nichtraucherlobby. Und der hat es gestern geschafft, eine Pressemitteilung ungeprüft in alle Berliner Lokalzeitungen von “taz” bis “Morgenpost” zu lancieren. Demnach – Alarm, Alarm! – soll selbst im gutbürgerlichen Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf jedes vierte Speiselokal den Nichtraucherschutz missachten. Wir machen uns gewiss nicht für Tabakqualm in der Gastronomie stark – aber beim Versuch, die Zählungen des Vereins vor Ort nachzuvollziehen, sind wir bei deutlich harmloseren Ergebnissen gelandet. Ist das Ganze also eher ein kleiner Presseskandal? Lies den Rest des Artikels »
Archiv für die Kategorie ‘Gastronomie und Genuss’
Le Paradis in Paris
Klar ist Paris teuer. Die üblichen Lokale an den großen Boulevards sind für normal verdienende Besucher eigentlich unbezahlbar – was nicht zuletzt an den hohen Getränkepreisen liegt. Wie kann man in hier dennoch preiswert essen? Wir haben ein kleines Restaurant in Montparnasse gefunden, in dem man mit rund 40 Euro auf der Rechnung zu zweit glücklich wird: dreigängig, mit Aperitiv und Wein – und in jedem Fall landestypisch.
Tschüss Rotkehlchen!
“Berliner Bürgerbräu” gibt es nicht mehr. Jedenfalls nicht in der bisherigen Form. Alle Rezepte, Marken- und Vertriebsrechte sind mit Wirkung vom 1. März 2010 an die Radeberger-Gruppe übergegangen. Damit endet die Existenz der letzten unabhängigen industriellen Brauerei Berlins. Fortan kommen alle Berliner Biere, sofern sie nicht aus kleinen Erlebnis-, Gastronomie- und Micro-Breweries stammen, aus einer einzigen Bierraffinerie in Berlin-Hohenschönhausen. Kindl, Schultheiss, Berliner Pilsener und eben auch Bürgerbräu: alles aus einer Fabrik.
Abbau Ost: Berghotel Falkenhorst im Erzgebirge
Ende Dezember 2009. Wir fahren noch einmal an einen Ort, den wir in den letzten Jahren liebgewonnen haben. Auf den ersten Blick ist hier auch noch alles wie gewohnt: An den verschneiten Weggabelungen des – mit seinen düsteren Häusern unter dunklen Tannen immer etwas unheimlich wirkenden – Erzgebirgsdorfes Waldidylle finden sich nach wie vor die farbig gestalteten Hinweisschilder auf das “Berghotel Falkenhorst“. Spätexpressionistische Gemälde Dresdener Künstler aus den dreißiger Jahren zieren seit der Wiedereröffnung 2004 das Corporate Design dieses kleinen, feinen Hotels.
Die Auffahrt ist von Schnee geräumt, im Schaukasten hängt noch die Speisekarte. Allein: Die Vorhänge der Gaststube sind zugezogen, und das Hotel ist geschlossen. Für immer, sagen die Hamburger Eigentümer.

