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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

An der Mosel: Unterwegs mit dem „Dehio“ von 1972

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Das auf Georg Dehio zurückgehende „Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler“ genießt einen quasi-amtlichen Status. Schade nur, dass es für einige Bundesländer noch nicht in den Genuss einer Neubearbeitung gekommen ist. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland muss man bis heute auf eine Auflage von 1972 zurückgreifen. Darin fehlt viel. Reisenotizen von der Mosel…

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Geschrieben von Benedikt Hotze

7. August 2017 um 22:31

Buchrezension: „Die Frau, die Männer mochte“ von Petra Hammesfahr

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Die Schriftstellerin Petra Hammesfahr hat sich mit routinierten Krimi- und Psycho-Stoffen einen Namen in der gehobenen Unterhaltungsliteratur gemacht. Nun wurde ihr 25 Jahre alter erster Roman „um 100 Seiten erweitert“ neu veröffentlicht – und dabei stiekum modernisiert. Das überzeugt allerdings nicht.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

17. November 2015 um 01:09

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Peter Richter: 89/90. Eine Rezension

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Der gebürtige Dresdner Peter Richter, heute Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York, erzählt von den Wendejahren 1989/90 in seiner Heimatstadt. In aller Drastik wird eine Adoleszenz vorgeführt, die vom Verschwinden einer gesamten Gesellschaftsordnung geprägt ist. Der große Wenderoman ist es allerdings nicht geworden.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

4. August 2015 um 11:18

Brandenburg/Havel: Architekt schenkt seiner Stadt einen Architekturführer

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Von einem ungewöhnlichen bürgerschaftlichen Engagement ist hier zu berichten: Ein ursprünglich aus Niedersachsen stammender Architekt ist in Brandenburg an der Havel ansässig geworden und hat dort eine Reihe von Bauvorhaben verwirklicht, besonders im Bereich Altbausanierung und Denkmalpflege. Zum 20-jähigen Bürojubiläum gibt er einen hervorragend gemachten Architekturführer heraus, mit dem er „seiner Stadt“ etwas zurückgeben möchte. Wir sind mit diesem Führer einen Sonntag lang durch diese Stadt gestreift.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

7. Oktober 2014 um 21:28

Wein im Supermarkt: Der „Super Shoppen Shopper“ 2014-2015 hat sich weiter professionalisiert

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Cordula Eich hat jetzt eine Pressereferentin. Diese schickte mir pünktlich zum Erscheinungstermin der siebten Ausgabe des „Super Schoppen Shopper 2014-2015“ mein Rezensionsexemplar zu. Das ist nicht die einzige sichtbare Professionalisierung…super-schoppen-super-schoppen-shopper-2014-2015-genial-fuer-den-weinkauf-beim-einkauf Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

30. September 2014 um 18:38

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Buchrezension: Authentizität und Gemeinschaft – über das linksalternative Leben in den Siebzigern

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Mit dem Geburtsjahrgang 1964 bin ich einen Tick zu jung, um das „Linksalternative Leben in den siebziger und frühen achtziger Jahren“ (Untertitel) selbst als erwachsener Akteur erlebt haben zu können. Noch einmal drei Jahre jünger ist der Autor dieser Untersuchung: Der 1967 geborene Sven Reichhardt erforscht auf 1.000 Seiten mit dem Instrumentarium des neutralen Wissenschaftlers die selbsternannte alternative Avantgarde, die das geistige Klima in Deutschland im Grunde bis heute entscheidend prägt – das Buch ist eine imponierende Fleißarbeit.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

26. Juni 2014 um 22:03

Buchrezension: Nettelbeck und Familie – Vom Abenteuer, heute Vater zu sein. Von Gerhard Matzig

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Der Journalist Gerhard Matzig verarbeitet prägende Episoden seines realen Lebens zu launigen, teil-fiktiven Büchern – und hat damit Erfolg. Nach „Meine Frau will einen Garten“ (2010, meine Rezension hier) lesen wir nun über „Nettelbeck und Familie“. cover.do

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Geschrieben von Benedikt Hotze

30. Mai 2014 um 00:23

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Buchrezension: Das Tempelhofer Feld von Rolf Lautenschläger

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Am 25. Mai können die Berliner in einer Volksabstimmung darüber abstimmen, ob das Tempelhofer Feld von jeglicher Bebauung freigehalten werden soll, oder ob die Ränder der riesigen Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof bebaut werden können, wie es der Berliner Senat plant. Rechtzeitig dazu ist ein kleines, feines Buch erschienen, prall gefüllt mit Geschichten von diesem mythischen Ort.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

17. Mai 2014 um 15:52

Buchrezension: Vor den Zerstörungen der „Sanierung“: Steele – wie es einmal war

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Als Kind und Jugendlicher bin ich in Essen-Steele aufgewachsen. Während dieser Zeit, in den siebziger Jahren, wurde dort eine verheerende Flächensanierung durchgeführt. Ein ansprechendes kleines Buch zeigt jetzt Ansichten aus dem alten Steele vor der „Sanierung“.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

2. April 2014 um 20:12

Ein Tick anders: Ein Fernsehfilm mit Architektur-Affinität

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„Die Ticks kommen, wann sie wollen, und nicht, wenn man sie braucht“ – das sagt die patente 17-jährige Eva (Jasna Fritzi Bauer), Hauptfigur in dem Fernsehfilm „Ein Tick anders“ von 2010. Eva hat das Tourette-Syndrom, oder auch „Koprolalie“: Sie muss zwanghaft üble Schimpfworte ausstoßen. Der Film besticht nicht nur durch seine sympathische Hauptfigur und die erfrischende Story, sondern auch durch seine ungewöhnliche Architektur-Affinität. Ein paar Screenshots als Zitate…

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Hier ist Eva zuhause: Der 30er-Jahre-Bau mit leichtem Kreissegmentbogen über der Tür wird immer wieder gezeigt

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Geschrieben von Benedikt Hotze

8. März 2014 um 23:37

Buchrezension: Fast seit 25 Jahren – der Reimer-Architekturführer Berlin

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1989 kam der Architekturführer Berlin aus dem Reimer-Verlag erstmals auf den Markt – damals zunächst noch beschränkt auf das Gebiet von West-Berlin. Inzwischen gibt es dieses Standardwerk für die deutsche Hauptstadt in einer überarbeiteten und erweiterten 7. Auflage.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

15. Januar 2014 um 18:17

0.75: Der Super Schoppen Shopper wird Fünf

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Es war ja klar, dass dieser Frau wieder irgendwas Schräges einfallen würde: Cordula Eich hat sich zur fünften Auflage ihres Supermarkt- und Discounter-Weinführers „Super Schoppen Shopper“ als James Bond stilisiert. Der wird bekanntlich dieses Jahr Fünfzig (jedenfalls in der deutschen Filmversion). Das Buch bietet „Secret Service für den Weinkauf beim Einkauf“. Die empfohlenen Knaller-Weine bekommen eine stilisierte Bond-Pistole als Logo zugeteilt – doch statt „007“ sind sie mit dem Schriftzug „0.75“ ausgestattet – soviel in Litern passt in eine Standard-Weinflasche. Wir haben uns die Neuauflage näher angesehen.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

25. September 2013 um 19:01

Studenten im Villenviertel: Ein Denkmalinventar für Berlin-Dahlem

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Mein täglicher Weg führt durch Berlin-Dahlem. Dahlems Trick zum Jungbleiben: Hier werden täglich 35.000 Studenten in ein verschlafenes bürgerliches Villenviertel gekippt. Nach dem Krieg ist hier die neu gegründete Freie Universität (FU) in ältere Bauten eines Kaiser-Wilhelm-Instituts gesteckt worden; Neubauten folgten. Ein neues Denkmalinventar erzählt materialprall die Geschichte Dahlemer Bauten.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

10. September 2013 um 19:30

Rock-Opa empfiehlt was Neues: 10 Alben der letzten 20 Jahre

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Mit 48 Jahren bin ich popmusikalisch schon fast ein Opa. Lange Zeit bin ich denn auch beim Musikgeschmack meiner Jugend stehen geblieben – bei der klassischen Rockmusik der siebziger Jahre. Nun empfehle ich zehn Alben der letzten zwanzig Jahre, die mir als „neuer“ aufgefallen sind. Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

13. Februar 2013 um 23:42

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Adolf Sommerfeld/Andrew Sommerfield: Bauen für Berlin 1910-1970

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Die Geschichte der modernen Architektur wird hier einmal nicht als Architektenbiografie erzählt: Ein spannendes Buch stellt den ungewöhnlichen Bauunternehmer Adolf Sommerfeld (1886-1964) vor. Er war sozial, kunstsinnig und nicht zufällig mit Walter Gropius befreundet.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

3. Februar 2013 um 13:42

Architektur in Essen 1900-1960

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Essen ist das geografische Zentrum des Ruhrgebiets, des immer noch größten deutschen Ballungsraums. Dass es auch eine Hauptstadt der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts ist, zeigt ein liebevoll gemachtes neues Buch.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

30. Januar 2013 um 20:14

Wie der Computer zum komfortablen Fernseher wird

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Das gute alte Fernsehgerät war gestern. Fernsehen am Computer ist komfortabler. Warum? Man kann: zeitversetzt fernsehen oder die laufende Sendung mal eben anhalten oder ein paar Sekunden zurückspringen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Außerdem kann man Werbung überspringen und Sendungen archivieren – das alles ist für jeden, der einen halbwegs aktuellen Computer hat, unaufwändig, fast ein Kinderspiel. Man muss dazu jedenfalls kein IT- oder Videoexperte sein, und teuer ist es auch nicht: Es wird lediglich ein bisschen Zusatz-Hardware benötigt. Und ein Standort für den Rechner, den man auch von der Couch aus bequem sehen kann.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

22. Januar 2013 um 20:21

Der Berliner Silvesterrekord ist eine Presse-Ente

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Über den Jahreswechsel 2012/2013 sollen in Berlin zwei Millionen auswärtige Besucher gewesen sein, allein eine Million davon auf der Feiermeile am Brandenburger Tor. Doch diese Zahlen können nicht stimmen, wie schon eine kurze Rechnung zeigt.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

3. Januar 2013 um 16:02

Wo bleibt Dresden in „Der Turm“?

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Dem Fernseh-Zweiteiler „Der Turm“ (3. und 4. 10. 2012 in der ARD, hier und hier in der Mediathek) ist es tatsächlich gelungen, den episch breit angelegten Roman von Uwe Tellkamp auf einige spannende, Degeto-kompatible Konfliktlinien zu verdichten. Das ist durchaus als Kompliment gemeint (ich bin vor vier Jahren jedenfalls nach gut 200 Seiten Lektüre steckengeblieben, noch ohne dass sich bis dahin allzuviel „Handlung“ herauskristallisiert hatte). Eine große Schwäche der Fernsehverfilmung ist allerdings bisher kaum benannt worden: Der Schauplatz Dresden spielt (fast) nicht mit. Wo der Film versucht, wie „DDR“ auszusehen, versäumt er es, wie „Dresden“ auszusehen.

Screenshot: ARD

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. Oktober 2012 um 19:38

Selbständige und Hartz IV

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Der Piratenvorstand Johannes Ponader ist am 4. Juli 2012 in der FAZ an die Öffentlichkeit gegangen und hat entwürdigende Methoden der Arbeitsagenturen gegenüber Hartz IV-Empfängern angeprangert. Der Mann ist freiberuflich als Regisseur, Schauspieler und Theatertherapeut tätig und hat in der Vergangenheit selbst streckenweise Hartz IV bezogen. Daher wirft man ihm vor, er lebe nach der Devise: „Ich arbeite nur, wenn’s Spaß macht“ – so die Bild-Zeitung am 6. 7. 2012. Impliziter Vorwurf: „Wenn er mal keine Lust hat zu arbeiten, liegt er halt dem Steuerzahler auf der Tasche.“ – Anlass, sich mit einer Daseinsform zu beschäftigen, die für über vier Millionen Berufstätige in Deutschland Realität ist: Sie sind als Ein-Mann/Frau-Selbständige mehr oder weniger prekär beschäftigt. Ihnen bleibt in vielen Branchen kaum eine andere Wahl. Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

9. August 2012 um 16:22