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Archiv für die Kategorie ‘Gesellschaft und Politik’

Peter Richter: 89/90. Eine Rezension

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Der gebürtige Dresdner Peter Richter, heute Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York, erzählt von den Wendejahren 1989/90 in seiner Heimatstadt. In aller Drastik wird eine Adoleszenz vorgeführt, die vom Verschwinden einer gesamten Gesellschaftsordnung geprägt ist. Der große Wenderoman ist es allerdings nicht geworden.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

4. August 2015 um 11:18

Berliner Gaslicht-Streit zum Dritten: Aufsatzleuchten bleiben – zumindest die Masten

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In zwei Beiträgen (und Nachträgen) habe ich scheibchenweise zu ergründen versucht, was genau mit den Berliner Gaslaternen passieren soll. Das kann man hier und hier nachlesen. Nun habe ich neue Informationen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erhalten, die allerdings danach unsere schriftliche Kommunikation einseitig beendet hat – leider nicht ohne neue Fragen offen zu lassen. Ich fasse den Stand der Dinge noch einmal zusammen.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

26. August 2014 um 19:04

Buchrezension: Authentizität und Gemeinschaft – über das linksalternative Leben in den Siebzigern

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Mit dem Geburtsjahrgang 1964 bin ich einen Tick zu jung, um das „Linksalternative Leben in den siebziger und frühen achtziger Jahren“ (Untertitel) selbst als erwachsener Akteur erlebt haben zu können. Noch einmal drei Jahre jünger ist der Autor dieser Untersuchung: Der 1967 geborene Sven Reichhardt erforscht auf 1.000 Seiten mit dem Instrumentarium des neutralen Wissenschaftlers die selbsternannte alternative Avantgarde, die das geistige Klima in Deutschland im Grunde bis heute entscheidend prägt – das Buch ist eine imponierende Fleißarbeit.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

26. Juni 2014 um 22:03

Bungalow Germania – der deutsche Biennale-Beitrag ist erstaunlich und verstörend

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So macht man das: Deutschland hat 2014 einen Beitrag zur Architektur-Biennale, der sofort verstanden wird, enorme Schauwerte liefert und dann auch noch der Erkenntnis dient.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. Juni 2014 um 13:58

Buchrezension: Das Tempelhofer Feld von Rolf Lautenschläger

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Am 25. Mai können die Berliner in einer Volksabstimmung darüber abstimmen, ob das Tempelhofer Feld von jeglicher Bebauung freigehalten werden soll, oder ob die Ränder der riesigen Freifläche des ehemaligen Flughafens Tempelhof bebaut werden können, wie es der Berliner Senat plant. Rechtzeitig dazu ist ein kleines, feines Buch erschienen, prall gefüllt mit Geschichten von diesem mythischen Ort.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

17. Mai 2014 um 15:52

Das Blaue Wunder von Chemnitz: Eisenbahnviadukt in Gefahr

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Ein Verkehrsbauwerk als Wahrzeichen: Wie die Elbbrücke „Blaues Wunder“ in Dresden steht in Chemnitz das markante Eisenbahnviadukt über Annaberger Straße und Beckerstraße für Industrie und Fortschritt. Doch im Zuge des Fortschritts will die Deutsche Bahn das Viadukt abreißen. Den Entwurf eines Ersatzbauwerks gibt es schon. Würde er umgesetzt, verlöre Sachsens drittgrößte Stadt einen zentralen Identifikationsort.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

17. Mai 2014 um 15:23

Angst, Weiskern und Lila: Drei Bücher für den Sommer

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In den letzten Tagen lagen drei Bücher in meiner Badetasche, die mich mehr oder weniger gut unterhalten haben. Drei Kurzrezensionen…

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Geschrieben von Benedikt Hotze

30. Juli 2013 um 19:49

ICC Berlin: Raumschiff im Aus

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Das Internationale Congress Centrum (ICC) am Berliner Funkturm ist das wohl bekannteste Raumschiff der Space-Age-Architektur der siebziger Jahre. Als Kongresszentrum bis heute hochgelobt und preisgekrönt, wird es dennoch im nächsten Jahr geschlossen – und zwar für immer. Folge einer konsequent kopflosen Politik.

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Das ICC im Juli 2013. Foto: -tze

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Geschrieben von Benedikt Hotze

16. Juli 2013 um 18:47

Gaslaternen in Berlin – wieder mal ein Missverständnis

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In Berlin gibt es noch 42.500 Straßenleuchten, die mit Gas betrieben werden – immerhin fast 19% des Gesamtbestandes in der Stadt (Stand: November 2012). Das ist eine weltweit einmalig große Zahl – und für Viele ein zu schützendes Kulturgut. Doch der Berliner Senat will diese Gaslaternen weitgehend abschaffen – so heißt es. Dagegen regen sich heftige Proteste. Ein genauerer Blick allerdings zeigt, dass die Pläne des Senats bei weitem nicht so gravierende Folgen für das Stadtbild haben werden, wie die Gaslichtfreunde glauben machen. 

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Aufsatzleuchte Typ BAMAG U 7. Diese Gaslaternen prägen das Straßenbild. Sie sollen erhalten werden – allerdings zukünftig teilweise mit LEDs leuchten

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Geschrieben von Benedikt Hotze

26. Mai 2013 um 21:34

Nicht ganz überzeugend: „Taut-Erker“ am Jagdschloss Glienicke

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Die Aufregung hat sich gelegt, das Jagdschloss Glienicke im äußersten Berliner Südwesten ist nach einer Brandschadenssanierung inzwischen wieder in Nutzung. Im Zuge der Sanierung ist der von Max Taut 1960-64 gebaute so genannte „Taut-Erker“ erneuert worden – woran  sich konservative Zehlendorfer Bürger gestört hatten, die lieber dessen Entfernung und eine Rekonstruktion der historischen Situation gehabt hätten (siehe unser Bericht von einer Veranstaltung im Rathaus Zehlendorf von 2012). Doch deren Ansinnen wurde nicht berücksichtigt, vielmehr ist die „Zeitschicht Taut“ wieder erstanden. Doch leider überzeugt das Ergebnis nicht vollends.

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Foto: Benedikt Hotze, März 2013

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Geschrieben von Benedikt Hotze

7. April 2013 um 00:35

Überbezahlte Schecks: Vorsicht vor Vorschussbetrug

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Können diese Augen lügen? Bernita Adone existiert in Wirklichkeit nicht. Sie ist eine Fake-Identität, mit der Kriminelle Scheckbetrug begehen. – Was man erleben kann, wenn man eine Wohnung international anbietet…

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Dass italienische Behörden den Namen des eigenen Staates falsch schreiben, ist eigentlich auszuschließen. Hier fehlt der „REPUBBLICA“ einmal ein „B“ – der Ausweis ist gefälscht

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Geschrieben von Benedikt Hotze

17. Januar 2013 um 19:29

Feindbild Ferienwohnung

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Lokalpolitiker und aufgebrachte Bürger haben in Berlin ein neues Feindbild entdeckt: „illegale Ferienwohnungen“. Diese nehmen Wohnraum weg, verteuern die Mieten und ziehen feierwütige Billigtouristen in ruhige Wohnhäuser. Ein Berliner Bezirk will jetzt konsequent gegen Ferienwohnungen vorgehen. Doch ist das angemessen? Oder auch nur Erfolg versprechend? Lies den Rest des Artikels »

Der Berliner Silvesterrekord ist eine Presse-Ente

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Über den Jahreswechsel 2012/2013 sollen in Berlin zwei Millionen auswärtige Besucher gewesen sein, allein eine Million davon auf der Feiermeile am Brandenburger Tor. Doch diese Zahlen können nicht stimmen, wie schon eine kurze Rechnung zeigt.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

3. Januar 2013 um 16:02

Zu doof fürs Dosenpfand

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Man muss kein besonders begabter Kabarettist sein, um aus dem deutschen Pfandsystem für Getränkeverpackungen absurde Funken zu schlagen. Es reicht die Betrachtung eines normalen Supermarkt-Regals. Das System sei zu kompliziert, meint nun auch Umweltminister Altmeier. Er glaubt, „die Deutschen seien zu doof fürs Dosenpfand“, schreibt der Spiegel in der heutigen Ausgabe 45/2012. Da könnte was dran sein. Doch ein Blick ins Ausland zeigt, dass das deutsche System gar nicht so doof ist, wie viele glauben machen.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

5. November 2012 um 18:35

Vereint gegen Taut-Erker: Wutbürger in Zehlendorf

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„Sie müssen aufpassen, dass Sie sich in Berlin nicht komplett zum Buhmann machen!“ Diese Drohung richtete gestern der Berliner CDU-Politiker Uwe Lehmann-Brauns an den Landeskonservator Jörg Haspel. Ort: Bürgersaal des Rathauses Zehlendorf in Berlin. Anlass: Ein umstrittener Glaserker von Max Taut aus dem Jahr 1964 am Jagdschloss Glienicke. Jetzt haben auch die Wutbürger von Zehlendorf ein Thema gefunden, mit dem sie es „denen da oben“ mal so richtig zeigen können. Besonders demokratisch ging es auf deren Versammlung allerdings nicht zu.

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Geschrieben von Benedikt Hotze

10. August 2012 um 17:28

Selbständige und Hartz IV

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Der Piratenvorstand Johannes Ponader ist am 4. Juli 2012 in der FAZ an die Öffentlichkeit gegangen und hat entwürdigende Methoden der Arbeitsagenturen gegenüber Hartz IV-Empfängern angeprangert. Der Mann ist freiberuflich als Regisseur, Schauspieler und Theatertherapeut tätig und hat in der Vergangenheit selbst streckenweise Hartz IV bezogen. Daher wirft man ihm vor, er lebe nach der Devise: „Ich arbeite nur, wenn’s Spaß macht“ – so die Bild-Zeitung am 6. 7. 2012. Impliziter Vorwurf: „Wenn er mal keine Lust hat zu arbeiten, liegt er halt dem Steuerzahler auf der Tasche.“ – Anlass, sich mit einer Daseinsform zu beschäftigen, die für über vier Millionen Berufstätige in Deutschland Realität ist: Sie sind als Ein-Mann/Frau-Selbständige mehr oder weniger prekär beschäftigt. Ihnen bleibt in vielen Branchen kaum eine andere Wahl. Lies den Rest des Artikels »

Geschrieben von Benedikt Hotze

9. August 2012 um 16:22